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Thrombozyt

Version vom 7. April 2005, 18:15 Uhr von 193.6.201.128 (Diskussion)

Synonym: Blutplättchen
Englisch: platelet, thrombocyte

1 Definition

Die Thrombozyten sind flache, unregelmaessig rundliche, kernlose, 1-4 µm große und 0,5-0,75 µm dicke Blutbestandteile, die durch Abschnürung der Megakaryozyten des Knochenmarks entstehen.

2 Histologie

Thrombozyten bestehen aus verschiedenen Granulumtypen, Ribosomen, Glykogenbestandteilen, dem Granulomer und einer granulumfreien peripheren Zone, dem Hyalomer. Das Hyalomer enthält kontraktile Mikrofilamente, die aus Aktin, Myosin und Tropomyosin bestehen. Zum Granulomer gehören Mitochondrien, Glykogenvesikel, Lysosomen, dichte Granula und helle Alpha-Granula, die u.a. den von-Willebrand-Faktor, Fibronektin, Thrombospondin, den Blutblättchen-Wachstumsfaktor (PDGF) und ein heparinneutralisierendes Protein enthalten. Thrombozyten verfügen über Enzyme der Glykolyse, der Atmungskette, des Pentosephosphatzyklus, des Citratzyklus und über ATPase. Außerdem sind die Thrombozyten in der Lage, aus ihrer Zellmembran Arachidonsäure freizusetzen.

3 Physiologie

Die Lebensdauer der Thrombozyten beträgt etwa 5-11 Tage. Ihr Abbau erfolgt in der Milz, Leber und Lunge. Im zirkulierenden Blut befinden sich die Thrombozyten in einem inaktiven Zustand. Sie werden erst durch Oberflächenkontakt in den aktivierten Zustand überführt, in dem sie Stoffe freisetzen, die für die Blutstillung notwendig sind. Bei einer Verletzung, und einer damit erfolgenden Eröffnung der Blutgefäße, kommt es in Sekundenschnelle durch die Adhäsion und Aggregation von Thrombozyten und der anschließenden Fibrinbildung zur Blutstillung.

4 Referenzbereich

Das Blut eines gesunden Erwachsenen enthält etwa 150.000-350.000 Blutplättchen pro µl.

5 Pathophysiologie

Ein krankhafter Mangel an Thrombozyten, bei der die Zahl der Blutblättchen unter
150.000/µl fällt, wird als Thrombozytopenie, ein Überschuss über 500.000/µl als Thrombozytose bezeichnet.

Diese Seite wurde zuletzt am 20. Januar 2020 um 14:29 Uhr bearbeitet.

Vielen Dank für den Hinweis! Wir schauen uns das noch einmal an, ob wir den Fehler beheben können. Viele Grüße!
#5 vor 3 Tagen von Inga Schippan (DocCheck Team)
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Maßstab des Blutausstrichs immer noch nicht stimmt.
#4 vor 3 Tagen von Malte Homann (Nichtmedizinischer Beruf)
Du hast recht. Ein Erythozyt hätte da einen Durchmesser von 12 cm - also in etwa den einer Untertasse. Wir checken mal, ob wir da einen Fehler gemacht haben oder das ein Glitch der Software ist, die wir benutzen. Danke für den Hinweis!
#3 am 14.07.2020 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Danke für den Hinweis, wir ändern den Maßstab.
#2 am 14.07.2020 von Bijan Fink (Arzt | Ärztin)
Der Maßstab des Ausstrichs ist mindestens um den Faktor 1000 zu groß.
#1 am 13.07.2020 von Samuel Rist (Student/in der Humanmedizin)

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