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Thrombozyt: Unterschied zwischen den Versionen

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Bei Thrombozyten lassen sich mikroskopisch im Zytoplasma zwei verschiedene Zonen unterscheiden: Das zentrale [[Granulomer]], das unter anderem aus verschiedenen Granulumtypen, [[Ribosom]]en und [[Glykogen]]bestandteilen besteht, und das granulumfreie, periphere [[Hyalomer]].
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Zum Granulomer gehören [[Mitochondrien]], [[Glykogen]][[vesikel]], [[Lysosom]]en (λ-Granula), elektronendichte Granula ([[δ–Granulum|δ–Granula]]) und helle [[α-Granulum|α-Granula]], die u.a. den [[von-Willebrand-Faktor]], [[Fibronektin]], [[Thrombospondin]], den Blutplättchen-Wachstumsfaktor ([[PDGF]]) und ein heparinneutralisierendes [[Protein]] enthalten. Die α-Granula entsprechen den [[azurophil]]en Granula in der [[Lichtmikroskopie]].
  
 
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Die Lebensdauer der Thrombozyten wird in der Literatur zwischen 5 und 12 Tagen angegeben, mit einem Mittelwert von etwa 7 Tagen. Ihr Abbau erfolgt in der [[Milz]], [[Leber]] und [[Lunge]]. Thrombozyten verfügen über [[Enzym]]e der [[Glykolyse]], der Atmungskette, des [[Pentosephosphatzyklus]], des [[Citratzyklus]] und über [[ATPase]]. Außerdem sind Thrombozyten in der Lage, aus ihrer [[Zellmembran]] [[Arachidonsäure]] freizusetzen.
 
Die Lebensdauer der Thrombozyten wird in der Literatur zwischen 5 und 12 Tagen angegeben, mit einem Mittelwert von etwa 7 Tagen. Ihr Abbau erfolgt in der [[Milz]], [[Leber]] und [[Lunge]]. Thrombozyten verfügen über [[Enzym]]e der [[Glykolyse]], der Atmungskette, des [[Pentosephosphatzyklus]], des [[Citratzyklus]] und über [[ATPase]]. Außerdem sind Thrombozyten in der Lage, aus ihrer [[Zellmembran]] [[Arachidonsäure]] freizusetzen.
  
Im zirkulierenden Blut befinden sich die Thrombozyten in einem inaktiven Zustand. Durch  Oberflächenkontakt kommt es zur [[Thrombozytenaktivierung]]. Im aktivierten Zustand setzen die Thrombozyten Stoffe frei, die für die [[Hämostase|Blutstillung]] notwendig sind. Bei einer Verletzung, und einer damit erfolgenden Eröffnung der Blutgefäße, kommt es innerhalb kurzer Zeit durch die [[Adhäsion]] und [[Thrombozytenaggregation|Aggregation]] von Thrombozyten und der anschließenden [[Fibrin]]bildung zur Blutstillung.
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Im zirkulierenden Blut befinden sich die Thrombozyten in einem inaktiven Zustand. Durch  Oberflächenkontakt kommt es zur [[Thrombozytenaktivierung]]. Im aktivierten Zustand setzen die Thrombozyten Stoffe frei, die für die [[Hämostase|Blutstillung]] notwendig sind. Bei einer Verletzung, und einer damit erfolgenden Eröffnung der Blutgefäße, kommt es innerhalb kurzer Zeit durch die [[Adhäsion]] und [[Aggregation]] von Thrombozyten und der anschließenden [[Fibrin]]bildung zur Blutstillung.
  
 
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Das Blut eines gesunden Erwachsenen enthält etwa 150.000-350.000 Blutplättchen pro µl.  
  
Die Bestimmung der [[Thrombozytenzahl]] erfolgt heute im Rahmen eines [[Kleines Blutbild|kleinen Blutbilds]] in der Regel vollautomatisch mit Hilfe von [[Partikelzählgerät]]en.
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Die Bestimmung der [[Thrombozytenzahl]] erfolgt heute im Rahmen eines [[Kleines Blutbild|kleinen Blutbilds]] in der Regel vollautomatisch mit Hilfe von [[Hämatologiegerät]]en.
  
 
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Aktuelle Version vom 20. Januar 2020, 13:29 Uhr

Synonyme: Blutplättchen, "Thrombos"
Englisch: platelet, thrombocyte

1 Definition

Die Thrombozyten sind flache, unregelmäßig rundliche, kernlose, 1-4 µm große und 0,5-0,75 µm dicke Blutbestandteile, die durch Abschnürung der Megakaryozyten des Knochenmarks entstehen.

2 Histologie

Bei Thrombozyten lassen sich mikroskopisch im Zytoplasma zwei verschiedene Zonen unterscheiden: Das zentrale Granulomer, das unter anderem aus verschiedenen Granulumtypen, Ribosomen und Glykogenbestandteilen besteht, und das granulumfreie, periphere Hyalomer.

2.1 Granulomer

Zum Granulomer gehören Mitochondrien, Glykogenvesikel, Lysosomen (λ-Granula), elektronendichte Granula (δ–Granula) und helle α-Granula, die u.a. den von-Willebrand-Faktor, Fibronektin, Thrombospondin, den Blutplättchen-Wachstumsfaktor (PDGF) und ein heparinneutralisierendes Protein enthalten. Die α-Granula entsprechen den azurophilen Granula in der Lichtmikroskopie.

2.2 Hyalomer

Das Hyalomer enthält kontraktile Mikrofilamente, die aus Aktin, Myosin und Tropomyosin bestehen. Sie dienen dazu, die sphäroidale Form der Plättchen aufrecht zu erhalten. Ferner sieht man hier eine spezielle Form des rauen endoplasmatischen Retikulums (rER), das offene kanalikuläre System (OCS). Es dient als Speicher für Kalziumionen, deren rasche Entleerung ins Zytosol eine wichtige Voraussetzung für die Thrombozytenaggregation ist.

Obwohl Thrombozyten keinen Zellkern haben, kommt in ihrem Zytoplasma mRNA vor. Sie sind daher in begrenztem Umfang zur Neusynthese von Proteinen befähigt.

3 Biochemie

Die Aktivierung von Thrombozyten wird durch verschiedene Glykoproteine an ihrer Zelloberfläche gesteuert. Zu diesen Thrombozytenglykoproteinen gehören u.a. der Kollagenrezeptor Glykoprotein Ia/IIa und der Fibrinogenrezeptor Glykoprotein IIb/IIIa.

4 Physiologie

Die Lebensdauer der Thrombozyten wird in der Literatur zwischen 5 und 12 Tagen angegeben, mit einem Mittelwert von etwa 7 Tagen. Ihr Abbau erfolgt in der Milz, Leber und Lunge. Thrombozyten verfügen über Enzyme der Glykolyse, der Atmungskette, des Pentosephosphatzyklus, des Citratzyklus und über ATPase. Außerdem sind Thrombozyten in der Lage, aus ihrer Zellmembran Arachidonsäure freizusetzen.

Im zirkulierenden Blut befinden sich die Thrombozyten in einem inaktiven Zustand. Durch Oberflächenkontakt kommt es zur Thrombozytenaktivierung. Im aktivierten Zustand setzen die Thrombozyten Stoffe frei, die für die Blutstillung notwendig sind. Bei einer Verletzung, und einer damit erfolgenden Eröffnung der Blutgefäße, kommt es innerhalb kurzer Zeit durch die Adhäsion und Aggregation von Thrombozyten und der anschließenden Fibrinbildung zur Blutstillung.

5 Referenzbereich

Das Blut eines gesunden Erwachsenen enthält etwa 150.000-350.000 Blutplättchen pro µl.

Die Bestimmung der Thrombozytenzahl erfolgt heute im Rahmen eines kleinen Blutbilds in der Regel vollautomatisch mit Hilfe von Hämatologiegeräten.

6 Pathophysiologie

Ein krankhafter Mangel an Thrombozyten, bei der die Zahl der Blutplättchen unter 150.000/µl fällt, wird als Thrombozytopenie, ein Überschuss über 500.000/µl als Thrombozytose bezeichnet.

Eine Reihe von Medikamenten können die Thrombozytenfunktion beeinträchtigen. Sie werden als Thrombozytenaggregationshemmer bezeichnet.

Diese Seite wurde zuletzt am 20. Januar 2020 um 13:29 Uhr bearbeitet.

Du hast recht. Ein Erythozyt hätte da einen Durchmesser von 12 cm - also in etwa den einer Untertasse. Wir checken mal, ob wir da einen Fehler gemacht haben oder das ein Glitch der Software ist, die wir benutzen. Danke für den Hinweis!
#3 am 14.07.2020 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Danke für den Hinweis, wir ändern den Maßstab.
#2 am 14.07.2020 von Bijan Fink (Arzt | Ärztin)
Der Maßstab des Ausstrichs ist mindestens um den Faktor 1000 zu groß.
#1 am 13.07.2020 von Samuel Rist (Student/in der Humanmedizin)

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