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Thomas-Handgriff

Version vom 15. Februar 2015, 14:36 Uhr von Cand. med. Daniel Olivier Sutter (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Als Thomas-Handgriff' bezeichnet man die Herbeiführung einer maximalen Hüftflexion (Anziehen des Oberschenkels) bei einem Bein des Patienten. Hierbei bittet man diesen, in Rückenlage seine Knie mit beiden Händen maximal gegen den Thorax zu ziehen.

Der Test ist positiv wenn sich dabei der kontralaerale Oberschenkel anhebt.

2 Interpretation

Patienten mit einer verkürzten Hüftbeugemuskulatur (Musculus iliopsoas, Musculus tensor fasciae latae, Musculus quadriceps femoris) kompensieren dieses Defizit mit einer Hyperlordosierung der Lendenwirbelsäule (Hohlkreuz), da ihr Oberkörper ohne diese Kompensation nicht mehr im Lot wäre und nach vorne fallen würde. Durch die maximale Hüftflexion des Thomas-Handgriffes wird diese Lordose aufgehoben; die Lendenwirbelsäule liegt flach auf. Durch die aufehobene Kompensation kann die Muskelverkürzung nun sichtbar werden. Diese kann ein erstes Anzeichen einer Coxarthrose sein.

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