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Tezacaftor: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Tezacaftor''' ist ein bislang noch nicht zugelassener [[CFTR-Korrektor]], der kürzlich in zwei  klinischen [[Phase-3-Studie]]n hinsichtlich seiner [[Wirksamkeit]] und [[Verträglichkeit]] zur Behandlung der [[zystische Fibrose|zystischen Fibrose]] mit [[F508del-Mutation]] im [[CFTR-Gen]] untersucht wurde. Hierbei handelt es sich um die am häufigsten vertretene Form der [[Mukoviszidose]].  
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'''Tezacaftor''' ist ein bislang (2017) noch nicht zugelassener [[CFTR-Korrektor]], der kürzlich in zwei  klinischen [[Phase-3-Studie]]n hinsichtlich seiner [[Wirksamkeit]] und [[Verträglichkeit]] zur Behandlung der [[zystische Fibrose|zystischen Fibrose]] mit [[F508del-Mutation]] im [[CFTR-Gen]] untersucht wurde. Hierbei handelt es sich um die am häufigsten vertretene Form der [[Mukoviszidose]].  
  
 
==Chemie==
 
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Version vom 28. November 2017, 19:16 Uhr

Englisch: tezacaftor

1 Definition

Tezacaftor ist ein bislang (2017) noch nicht zugelassener CFTR-Korrektor, der kürzlich in zwei klinischen Phase-3-Studien hinsichtlich seiner Wirksamkeit und Verträglichkeit zur Behandlung der zystischen Fibrose mit F508del-Mutation im CFTR-Gen untersucht wurde. Hierbei handelt es sich um die am häufigsten vertretene Form der Mukoviszidose.

2 Chemie

Tezacaftor ist sehr schwer löslich in Wasser, zeigt allerdings gute Lösungseigenschaften in DMSO. Die Substanz besitzt eine molare Masse von 520,50 g/mol. Die Summenformel lautet C26H27F3N2O6. Strukturell bestehen große Ähnlichkeiten zu Lumacaftor, einem bereits zugelassenen CFTR-Korrektor.

3 Wirkmechanismus

Die zystische Fibrose beruht auf verschiedenen Mutationen des CFTR-Gens, aus denen ein Defekt bzw. Mangel des Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator (CFTR) resultiert. Bei diesem Protein handelt es sich um einen cAMP-gesteuerten Chloridkanal, der vornehmlich auf Zelloberflächen vorkommt. Zu seinen Hauptaufgaben zählt die Regulation des Wasser- und Elektrolyttransports in der Plasmamembran. Bei einer F508del-Mutation werden drei Nukleotide fälschlich deletiert, was dazu führt, dass an Stelle 508 des Proteins die Aminosäure Phenylalanin fehlt. Hieraus resultiert eine fehlerhafte Proteinfaltung, was wiederum zu einem Abbau des Proteins im Proteasom führt. Somit wird die Menge des CFTR-Proteins auf der Zelloberfläche bei dieser Mutation stark verringert. Weiterhin zeigt sich eine geringere Öffnungswahrscheinlichkeit des Kanals, sodass die wenigen vorhandenen Proteine nicht effektiv arbeiten.

Tezacaftor wirkt als CFTR-Korrektor direkt auf die zelluläre Verarbeitung von F5080del-CFTR. Dabei fungiert der Arzneistoff als Chaperon und trägt zur korrekten Faltung des Proteins bei.

4 Indikation

Bislang ist Tezacaftor in Deutschland noch nicht zugelassen. Der Wirkstoff wurde in zwei randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudien in Kombination mit Ivacaftor zur Behandlung der zystischen Fibrose bei Patienten ab zwölf Jahren mit homozygoter F508del-Mutation getestet. Auf der Grundlage des in den Studienergebnisse dokumentierten Therapieeffekts hat der Hersteller Vertex Pharmaceuticals die Zulassung für den amerikanischen und europäischen Markt beantragt.

5 Darreichungsformen

In den Zulassungsstudien wurden Filmtabletten mit einer fixen Kombination aus 100 mg Tezacaftor/150 mg Ivacaftor getestet.

6 Nebenwirkungen

Häufigste Nebenwirkungen sind:

7 Quellen

  • Taylor-Cousar, JL et al. (2017). Tezacaftor-Ivacaftor in Patients with Cystic Fibrosis Homozygous for Phe508del. N Engl J Med, 377(21), 2013-2023.
  • Rowe, SM et al. (2017). Tezacaftor-Ivacaftor in residual-Function Heterozygotes with Cystic Fibrosis. N Engl J Med, 37(21), 2024-2035.
  • Donaldsen, S et al. (2013). VX-661, an investigational CFTR corrector, in combination with ivacaftor, a CFTR potentiator, in patients with CF and homozygous for the F508Del-CFTR mutation: Interim analysis. J Cyst Fibros, 12(1), 14.
  • Medscape Artikel vom 20. November 2017
  • Ärzteblatt vom 7. November 2017

Diese Seite wurde zuletzt am 28. November 2017 um 19:16 Uhr bearbeitet.

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