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Telogenes Effluvium: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''telogene Efflivium''' beschreibt den Vorgang eines gesteigerten Haarverlustes bzw. Ausdünnung des Haarwuchses durch ein frühzeitiges Eintreten der Haarzellen in die telogene Phase (Ruhephase der Haarzelle). Die klinische Manifestation erfolgt erst zwei bis drei Monate später und muss nicht zu einer [[Alopezie]] führen.
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Das '''telogene Efflivium''' beschreibt den Vorgang eines gesteigerten Haarverlustes bzw. Ausdünnung des [[Haarwuchs]]es durch ein frühzeitiges Eintreten der [[Haarzelle]]n in die telogene Phase (Ruhephase der Haarzelle). Die klinische Manifestation erfolgt erst zwei bis drei Monate später und muss nicht zu einer [[Alopezie]] führen.
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* [[Anämie]] (insbesondere [[Blutungsanämie]])
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* schwerwiegende [[Verletzung]]en
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* große [[Operation]]en
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* starker und langanhaltender [[Emotion|emotionaler]] [[Stress]]
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* [[Fasten]] und lange [[Diät]]en
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* [[Schwermetallvergiftung]]
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* [[Allergie]]
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* [[Schwangerschaft]]
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* [[Medikament]]e (v. a. [[Zytostatikum|Zytostatika]])
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* diverse [[Hormon]]störungen (v. a. [[Hyperthyreose|Hyper-]] oder [[Hypothyreose]])
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Daneben existieren auch [[Physiologie|physiologische]] Formen des telogenen Effluviums, wie beispielsweise der Haarausfall eines [[Neugeborenes|Neugeborenen]].
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Das Haarwachstum beruht auf einer zyklischen Aktivitätsveränderung der [[Haarfollikel]]. Diese können in drei verschiedenen Zuständen vorliegen:
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* Die [[Wachstum]]sphase (Anagen): Hier liegen die meisten Haarfollikel vor. Die Phase dauert etwa 3 - 7 Jahre und induziert das Haarwachstum.
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* Die Übergangsphase (Katagen): Dieser Erhaltungsphase der Haare dauer nur etwa 3 Wochen.
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* Die Ruhephase (Telogen): Sie dauert etwa 2 - 4 Monate und an dessem Ende erfolgt die Abstoßung des Haares.
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Bei dem Telogenen Effluvium ist der Anteil der im Telogen befindlichen Follikel deutlich gegenüber der Norm erhöht, was einen vermehrten Haarausfall zur Folge hat.
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==Symptome==
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Leit[[symptom]] ist ein narbenloser Haarausfall. Die gesamten Haare lassen sich durch Bürsten außerdem leichter entfernen.
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==Diagnose==
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Die [[Diagnose]] sollte durch einen [[Hautarzt]] erfolgen. Zunächst müssen andere Formen des Haarausfalls - insbesondere [[Alopecia areata]] (kreisrunder Haarausfall) - ausgeschlossen werden. Weiterhin gilt es, die zugrundeliegenden Faktoren zu indentifizieren.
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==Therapie==
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Grundsätzlich richtet sich die [[Therapie]] nach der Grunderkrankung.
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===Medikamentöse Therapie===
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* [[Eisensubstitution]]
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* [[Schilddrüsenhormon]]e
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* diverse [[Nahrungsergänzugsmittel]] ([[Spurenelemente]], [[Vitamin]]e, [[Aminosäure]]n)
 
[[Fachgebiet:Dermatologie]]
 
[[Fachgebiet:Dermatologie]]
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[[Tag:Alopezie]]
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[[Tag:Anämie]]
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[[Tag:Schilddrüsenhormon]]

Version vom 27. Dezember 2013, 16:22 Uhr

Synonyme: Telogener Haarausfall, Telogeneffluvium

1 Definition

Das telogene Efflivium beschreibt den Vorgang eines gesteigerten Haarverlustes bzw. Ausdünnung des Haarwuchses durch ein frühzeitiges Eintreten der Haarzellen in die telogene Phase (Ruhephase der Haarzelle). Die klinische Manifestation erfolgt erst zwei bis drei Monate später und muss nicht zu einer Alopezie führen.

2 Ursachen

Die Veränderungen im Zellzyklus der Haarzellen ist in der Regel direkte Folge einer der folgenden Grunderkrankungen bzw. körperlichen Besonderheiten:

Daneben existieren auch physiologische Formen des telogenen Effluviums, wie beispielsweise der Haarausfall eines Neugeborenen.

3 Zelluläre Vorgänge

Das Haarwachstum beruht auf einer zyklischen Aktivitätsveränderung der Haarfollikel. Diese können in drei verschiedenen Zuständen vorliegen:

  • Die Wachstumsphase (Anagen): Hier liegen die meisten Haarfollikel vor. Die Phase dauert etwa 3 - 7 Jahre und induziert das Haarwachstum.
  • Die Übergangsphase (Katagen): Dieser Erhaltungsphase der Haare dauer nur etwa 3 Wochen.
  • Die Ruhephase (Telogen): Sie dauert etwa 2 - 4 Monate und an dessem Ende erfolgt die Abstoßung des Haares.

Bei dem Telogenen Effluvium ist der Anteil der im Telogen befindlichen Follikel deutlich gegenüber der Norm erhöht, was einen vermehrten Haarausfall zur Folge hat.

4 Symptome

Leitsymptom ist ein narbenloser Haarausfall. Die gesamten Haare lassen sich durch Bürsten außerdem leichter entfernen.

5 Diagnose

Die Diagnose sollte durch einen Hautarzt erfolgen. Zunächst müssen andere Formen des Haarausfalls - insbesondere Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) - ausgeschlossen werden. Weiterhin gilt es, die zugrundeliegenden Faktoren zu indentifizieren.

6 Therapie

Grundsätzlich richtet sich die Therapie nach der Grunderkrankung.

6.1 Medikamentöse Therapie

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Januar 2014 um 14:33 Uhr bearbeitet.

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