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Tauchtauglichkeitsuntersuchung

Version vom 29. Januar 2019, 14:16 Uhr von Dr. med. Meike Thieme (Diskussion | Beiträge)

synonym: Tauchtauglichkeitsattest

English: diving suitability

1 Definition

Mit einem Tauchtauglichkeitsattest wird bescheinigt, dass durchgeführte Vorsorgeuntersuchungen keinen Anhalt dafür geben, dass der Patient für einen Tauchgang ungeeignet sei. Es gibt keine gesetzliche Grundlage für die Durchführung und wird vom Tauchenden auf freiwilliger Basis wahrgenommen. Je nach Vorerkrankungen und Alter des Patienten werden von der "Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin" (gtüm) verschiedene Untersuchungen vorgeschlagen.

Häufig wird ein solches Attest von Tauchschulen gefordert.

2 Bestandteile

Ein Taucher sollte über eine prinzipielle Fitness verfügen um sich im Milieu Wasser gut zurecht zu finden. Bereits ab 1,5 m herrschen extreme Umgebungsveränderungen durch Druck oder Temperatur, auf die der Tauchenende immer adäquat und schnell reagieren können muss. Die tauchärztliche Untersuchung sollte daher aus Anamnese und ausgewählten apparativen Untersuchungen bestehen.

  • Anamnese mit speziellem Hinblick auf Tauchverhalten sowie stattgefundenen Zwischenfällen
  • Inspektion von Gehörgang und Trommelfeld sowie Überprüfung der Möglichkeit zum Druckausgleich
  • Erhebung von Reflex- und Pupillenstatus als status quo für den Fall eines Tauchunfalls
  • Apparativ zu erwägen:
    • Spirometrie
    • Ruhe-EKG - bei Bedarf und ab dem 40. Lebensjahr auch ein Belastungs-EKG

Aus den Ergebnissen können weitere Untersuchungen wie Laborwerte, Röntgenbilder oder ähnliches von Nöten sein.

3 Häufigkeit

Eine tauchärztliche Untersuchung sollte in regelmäßigen Abständen erfolgen. Die Gtüm empfiehlt ab dem 18. Lebensjahr 3-jährliche Kontrollen. Ab dem 40. Lebensjahr sowie bei Kindern und Jugendlichen werden jährliche Kontrollen empfohlen. Auch nach jeden stattgehabten Zwischenfall sollte eine Kontrolluntersuchung erfolgen.

4 Kontraindikationen

Es gibt relative und absolute Kontraindikationen. Hier einige Beispiele:

5 Weiterbildung

Es gibt in Deutschland keine Zusatzbezeichnung "Tauchmedizin" oder ähnliches. Es liegt in der Verantwortung des durchführenden Arztes sich angemessen informiert und weitergebildet zu haben.


6 Quellen

Diese Seite wurde zuletzt am 22. Juli 2019 um 20:38 Uhr bearbeitet.

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