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Symphysis pubica

Version vom 30. Juli 2013, 14:42 Uhr von Nicolai Tritschler (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Schambeinfuge, Beckensymphyse, Symphysis pelvina
Englisch: pubic symphysis

1 Defnition

Die Symphysis pubica, häufig einfach nur "Symphyse" genannt, ist eine aus derbem Faserknorpel bestehende Gelenkverbindung zwischen dem rechten und linken Schambein (Os pubis).

2 Aufbau

Dieses Gelenk ist besteht aus den beiden Ossa coxae. Die artikulierenden Flächen sind beidseits die Facies symphysialis. Der bereits genannte Faseknorpel kann in sich eine Höhle aufweißen, Cavum symphysiale. Am oberen Gelenksrand findet sich das Ligamentum pubicum superius, am unteren Gelenksrand das Ligamentum pubicum inferius, welches durch zusätzliche Fasern verstärkt wird, Ligamentum arcuatum pubis.

3 Hintergrund

Die Symphysis pubica gehört neben den Articulationes sacroiliacae zu den Gelenken des Beckengürtels. Es handelt sich um eine Verbindung über Faserknorpel und damit um ein unechtes Gelenk, eine Synarthrose.

4 Klinik

Im Rahmen von Verletzungen der Beckenregion kann es zu einem traumatischen Auseinanderreißen der Symphyse, einer so genannten Symphysensprengung, kommen.

Eine Veränderung der Symphyse tritt durch hormonelle Ursachen auch während der Schwangerschaft auf. Hier kommt es unter Umständen zu einer schmerzhaften Symphysenlockerung. Eine Überdehnung der Symphyse unter der Geburt kann zur Symphysendehiszenz (Symphysenspaltung) oder auch zu einer Symphysenruptur führen.

Während den verschiedenen Bewegungen wirken eine Vielzahl von Kräften af verschiedene Art und Weise auf dieses Gelenk: Beim Stehen wirkt die Kraft über den Femur nach kranial und führt dazu das der Oberrand des Gelenks sich durch Druckwirkung aufeinander zubewegt, während gleichzeitig der Unterrand des Gelenkes versucht auseinanderzuweichen. Dies wird natürlich durch die oben genannten Bänder gehemmt. Beim Gehen wirken dagegen Scherkräfte. Das Spielbein schiebt "sein" os coxae nach kranial, während das os coxae des Standbeines "fixiert" ist. Beim gehen wechseln sich Spielbein und Standbein ab, sodass immer eines der beiden ossa coxae nach kranial wandert, wodurch das Becken schief von der horizontalen Ebene abweicht. Beim sitzen wirken nun Kräfte auf das Sitzbein. Diese werden durch die ossa coxae dahingehend auf die Symphyse durchgegeben dass diese zusammengedrückt wird.

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