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Subokzipitalpunktion

Version vom 14. September 2004, 02:06 Uhr von 80.141.94.192 (Diskussion)

Synonym: Zisternenpunktion
Englisch: cisternal puncture

1 Definition

Als Subokzipitalpunktion bezeichnet man den Einstich in den zur Cisterna cerebellomedullaris erweiterten Subarachnoidalraum.

2 Vorgehen

Die Nadel wird zwischen Squama occipitalis und dem Processus spinosus des Axis in der Medianlinie eingestochen. Dabei werden folgende Strukturen durchstoßen:

3 Indikationen

Die Bedeutung der Subokzipitalpunktion ist heute massiv zurückgegangen. Die reguläre Gewinnung von Liquor erfolgt üblicherweise durch Lumbalpunktion. Bei Verdacht auf Verschluss der Liquorräume im Bereich der Wirbelsäule oder bei der Durchführung bestimmter Myelographien ist eine Subokzipitalpunktion allerdings immer noch erforderlich.

4 Kontraindikationen

Eine Stauungspapille oder Anzeichen für eine Raumforderung im Bereich der hinteren Schädelgrube machen die Durchführung der Subokzipitalpunktion gefährlich, da durch die Druckveränderungen eine Tentorialhernie und damit eine mechanische Schädigung des Gehirns entstehen kann. Der Einstich muss nahe der Medianlinie erfolgen, da sonst die Gefahr der Verletzung einer der beiden Arteriae vertebrales besteht.

Diese Seite wurde zuletzt am 14. September 2004 um 02:06 Uhr bearbeitet.

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