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Subarachnoidalraum: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Subarachnoidalraum ist der größte zusammenhängende äußere Liqorraum. Im Subarachnoidalraum zwischen Arachnoidea und [[Pia mater]] liegen die zahlreichen oberflächlichen Arterien und Venen des Gehirns und Rückenmarks. Eine Ausnahme stellen die [[Brückenvene]]n dar, die vom Subarachnoidalraum durch Arachnoidea und Dura in die [[Sinus durae matris]] ziehen. Der Subarachnoidalraum steht über die [[Apertura lateralis]] und die [[Apertura mediana]] des 4. [[Hirnventrikel]]s mit dem ''inneren'' Liquorraum in Verbindung, der von den Hirnventrikeln geformt wird. Er setzt sich entlang der Gefäße, die in das Innere des [[Gehirn]]s ziehen, als sogenannter [[Virchow-Robin-Raum]] (Spatium perivasculare) fort.
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Der Subarachnoidalraum ist der größte zusammenhängende äußere Liqorraum. Im Subarachnoidalraum zwischen Arachnoidea und [[Pia mater]] liegen die zahlreichen oberflächlichen Arterien und Venen des Gehirns und Rückenmarks. Eine Ausnahme stellen die [[Brückenvene]]n dar, die vom Subarachnoidalraum durch Arachnoidea und [[Dura mater]] in die [[Sinus durae matris]] ziehen.  
  
Aus der Tatsache, dass die Arachnoidea die Sulci und Fissuren des Großhirns überspannt, ergeben sich liquorgefüllte Erweiterungen des Subarachnoidalraums, die Liquorzisternen. Zu den wichtigsten [[Zisterne]]n gehören:
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Der Subarachnoidalraum steht über die [[Apertura lateralis]] und die [[Apertura mediana]] des 4. [[Hirnventrikel]]s mit dem ''inneren'' Liquorraum in Verbindung, der von den [[Hirnventrikel]]n geformt wird. Er setzt sich entlang der Gefäße, die in das Innere des [[Gehirn]]s ziehen, als sogenannter [[Virchow-Robin-Raum]] (Spatium perivasculare) fort.
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Die Arachnoidea überspannt die Vertiefungen ([[Sulcus cerebri|Sulci]] und [[Fissur]]en) des Großhirns. Daraus ergeben sich liquorgefüllte Erweiterungen des Subarachnoidalraums, die Liquorzisternen. Zu den wichtigsten [[Zisterne]]n gehören:
 
* [[Cisterna cerebellomedullaris]] (Cisterna magna) zwischen der Kaudalfläche des Kleinhirns und der Dorsalfläche der Medulla oblongata
 
* [[Cisterna cerebellomedullaris]] (Cisterna magna) zwischen der Kaudalfläche des Kleinhirns und der Dorsalfläche der Medulla oblongata
 
* [[Cisterna basalis]]
 
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==Klinik==
 
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===Subarachnoidalblutung===
 
===Subarachnoidalblutung===
Unter pathologischen Bedingungen können bei sog. [[Subarachnoidalblutung]]en (SAB) in den Zisternen Blutansammlungen nachgewiesen werden. Die SAB ist die häufigste nicht [[hypertonie]]bedingte Blutung. Sie entsteht infolge einer Ruptur von [[Aneurysma|Aneurysmen]] und macht etwa 6–20 % aller spontanen [[intrazerebrale Blutung|intrazerebralen Blutungen]] aus. Eine SAB entsteht meist auf dem Boden einer aneurysmatischen Aussackungbevorzugt, bevorzugt im Bereich des [[Circulus arteriosus Willisi]]i und in den proximalen Abschnitten der [[Arteria cerebri anterior]] (hier v. a. Ramus communicans anterior) und [[Arteria cerebri media|media]] lokalisiert. Eine Ruptur von Subarachnoidalarterien oder eines Aneurysmas kann z. B. durch plötzliche Blutdruckanstiege oder heftiges Pressen ausgelöst werden. Aber auch ein [[Schädel-Hirn-Trauma]] kann eine SAB verursachen (traumatische SAB).
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Unter pathologischen Bedingungen können bei sog. [[Subarachnoidalblutung]]en (SAB) in den Zisternen Blutansammlungen nachgewiesen werden. Die SAB ist die häufigste nicht [[hypertonie]]bedingte [[Gehirnblutung]]. Sie entsteht meist infolge einer Ruptur von [[Aneurysma|Aneurysmen]] und macht etwa 6–20 % aller spontanen [[intrazerebrale Blutung|intrazerebralen Blutungen]] aus. Eine SAB entsteht bevorzugt im Bereich des [[Circulus arteriosus Willisii]] und in den proximalen Abschnitten der [[Arteria cerebri anterior]] (hier v. a. Ramus communicans anterior) und [[Arteria cerebri media|media]]. Eine Ruptur von Subarachnoidalarterien oder eines Aneurysmas kann z.B. durch plötzliche Blutdruckanstiege oder heftiges Pressen ausgelöst werden. Aber auch ein [[Schädel-Hirn-Trauma]] kann eine SAB verursachen (traumatische SAB).
  
 
===Lumbalpunktion===
 
===Lumbalpunktion===
Zur Gewinnung von Liquor zu diagnostischen Zwecken wird eine [[Liquorpunktion]] durchgeführt. Die vorwiegend benutzte Stelle für die Liquorentnahme befindet sich im Bereich der [[Cauda equina]]. Die Entnahme erfolgt aus der Cisterna lumbalis des Subarachnoidalraums. Man geht meist mit der Nadel zwischen den Laminae der [[Wirbelkörper]] [[L3|LIII]] und [[L4|LIV]] oder LIV und [[L5|LV]] ein. Der Bereich um die Cauda equina ist liquorgefüllt, denn der [[Spinalkanal]] mit [[Dura mater]] und [[Arachnoidea]] ist länger als das Rückenmark, das bei [[LWK1|LWK I]]/[[LWK2|II]] endet. Bei Punktion in Höhe [[LWK3|LWK III]]/[[LWK4|IV]] ist daher keine Verletzungsgefahr für das [[Rückenmark]] vorhanden. Die Einzelteile der Cauda equina (Vorder- und Hinterwurzeln der lumbosakralen Segmente) weichen der Nadel aus.
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Zur Gewinnung von Liquor zu diagnostischen Zwecken wird eine [[Liquorpunktion]] durchgeführt. Die vorwiegend benutzte Stelle für die Liquorentnahme befindet sich im Bereich der [[Cauda equina]]. Die Entnahme erfolgt aus der Cisterna lumbalis des Subarachnoidalraums. Man geht meist mit der Nadel zwischen den Laminae der [[Wirbelkörper]] [[L3]] und [[L4]] oder L4 und [[L5]] ein. Der Bereich um die Cauda equina ist liquorgefüllt, denn der [[Spinalkanal]] mit [[Dura mater]] und [[Arachnoidea]] ist länger als das Rückenmark, das bei [[LWK1|LWK 1]]/[[LWK2|2]] endet. Bei Punktion in Höhe [[LWK3|LWK 3]]/[[LWK4|4]] ist daher keine Verletzungsgefahr für das [[Rückenmark]] vorhanden. Die Einzelteile der Cauda equina (Vorder- und Hinterwurzeln der lumbosakralen Segmente) weichen der Nadel aus.
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kommt wegen der Verletzungsgefahr der [[Medulla oblongata]] jedoch nur in Ausnahmefällen eventuell eine [[Subokzipitalpunktion]] in Frage: Aus der Cisterna cerebellomedullaris kann Liquor entnommen werden, weil man mit der Punktionsnadel direkt kaudal vom Hinterhaupt einsticht. Für die Liquorentnahme muss man nach der [[Nackenmuskulatur]] die [[Membrana atlantooccipitalis]],

Version vom 25. September 2017, 11:13 Uhr

Synonyme: Cavum subarachnoidale, Spatium subarachnoidale
Englisch: subarachnoid space

1 Definition

Der Subarachnoidalraum ist ein Spaltraum zwischen der Arachnoidea mater und der Pia mater. Da in ihm der Liquor zirkuliert, wird er auch als äußerer Liquorraum bezeichnet.

2 Anatomie

Der Subarachnoidalraum ist der größte zusammenhängende äußere Liqorraum. Im Subarachnoidalraum zwischen Arachnoidea und Pia mater liegen die zahlreichen oberflächlichen Arterien und Venen des Gehirns und Rückenmarks. Eine Ausnahme stellen die Brückenvenen dar, die vom Subarachnoidalraum durch Arachnoidea und Dura mater in die Sinus durae matris ziehen.

Der Subarachnoidalraum steht über die Apertura lateralis und die Apertura mediana des 4. Hirnventrikels mit dem inneren Liquorraum in Verbindung, der von den Hirnventrikeln geformt wird. Er setzt sich entlang der Gefäße, die in das Innere des Gehirns ziehen, als sogenannter Virchow-Robin-Raum (Spatium perivasculare) fort.

Die Arachnoidea überspannt die Vertiefungen (Sulci und Fissuren) des Großhirns. Daraus ergeben sich liquorgefüllte Erweiterungen des Subarachnoidalraums, die Liquorzisternen. Zu den wichtigsten Zisternen gehören:

3 Klinik

3.1 Subarachnoidalblutung

Unter pathologischen Bedingungen können bei sog. Subarachnoidalblutungen (SAB) in den Zisternen Blutansammlungen nachgewiesen werden. Die SAB ist die häufigste nicht hypertoniebedingte Gehirnblutung. Sie entsteht meist infolge einer Ruptur von Aneurysmen und macht etwa 6–20 % aller spontanen intrazerebralen Blutungen aus. Eine SAB entsteht bevorzugt im Bereich des Circulus arteriosus Willisii und in den proximalen Abschnitten der Arteria cerebri anterior (hier v. a. Ramus communicans anterior) und media. Eine Ruptur von Subarachnoidalarterien oder eines Aneurysmas kann z.B. durch plötzliche Blutdruckanstiege oder heftiges Pressen ausgelöst werden. Aber auch ein Schädel-Hirn-Trauma kann eine SAB verursachen (traumatische SAB).

3.2 Lumbalpunktion

Zur Gewinnung von Liquor zu diagnostischen Zwecken wird eine Liquorpunktion durchgeführt. Die vorwiegend benutzte Stelle für die Liquorentnahme befindet sich im Bereich der Cauda equina. Die Entnahme erfolgt aus der Cisterna lumbalis des Subarachnoidalraums. Man geht meist mit der Nadel zwischen den Laminae der Wirbelkörper L3 und L4 oder L4 und L5 ein. Der Bereich um die Cauda equina ist liquorgefüllt, denn der Spinalkanal mit Dura mater und Arachnoidea ist länger als das Rückenmark, das bei LWK 1/2 endet. Bei Punktion in Höhe LWK 3/4 ist daher keine Verletzungsgefahr für das Rückenmark vorhanden. Die Einzelteile der Cauda equina (Vorder- und Hinterwurzeln der lumbosakralen Segmente) weichen der Nadel aus.

Bei kleinen Kindern reicht das Rückenmark im Spinalkanal weiter nach kaudal. Hier kommt wegen der Verletzungsgefahr der Medulla oblongata jedoch nur in Ausnahmefällen eventuell eine Subokzipitalpunktion in Frage: Aus der Cisterna cerebellomedullaris kann Liquor entnommen werden, weil man mit der Punktionsnadel direkt kaudal vom Hinterhaupt einsticht. Für die Liquorentnahme muss man nach der Nackenmuskulatur die Membrana atlantooccipitalis, die Dura mater und die Arachnoidea in parietal-rostraler Richtung durchstechen.

Diese Seite wurde zuletzt am 17. Juli 2020 um 17:54 Uhr bearbeitet.

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