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Strahlenkrankheit: Unterschied zwischen den Versionen

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! ||Geringe Exposition <BR>(1-2 Gy)||Mittlere Exposition <BR>(2-6 Gy)|| Schwere Exposition <BR>(6-8 Gy)||Sehr schwere Exposition <BR>(> 8 Gy)
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|Nausea, Erbrechen || innerhalb 6 h||innerhalb 2 h||innerhalb 1 h||innerhalb 10 min
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|Diarrhö|| - || innerhalb 8 h||innerhalb 3 h||innerhalb 1 h ||
 
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[[Fachgebiet:Radiologie]]
 
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Version vom 17. März 2011, 17:41 Uhr

Englisch: radiation sickness, acute radiation sickness, acute radiation syndrome

1 Definition

Als Strahlenkrankheit bezeichnet man einen Symptomenkomplex, der nach akuter Bestrahlung des menschlichen Organismus durch ionisierende Strahlung auftritt, z.B. durch Röntgen- oder Gammastrahlen.

2 Epidemiologie

Die Strahlenkrankheit ist ein relativ seltenes medizinisches Ereignis, das meist in Folge von Industrieunfällen an Atomreaktoren auftritt, z.B. 1986 bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und 2011 im Rahmen der Tsunamischäden der Atomreaktoren von Fukushima.

3 Grundlagen

Die Symptome der Strahlenkrankheit hängen von der Dosis der ionisierenden Strahlung ab, die der Organismus absorbiert hat. Als Maßeinheit der Strahlungsenergie ist das Gray (Gy) geläufig. Die von einem Organ absorbierte Energie wird auch als "Organenergiedosis" bezeichnet. Um die Strahlenwirkung auf den Körper abzuschätzen, reicht die alleinige Angabe der Energiedosis allerdings nicht aus.

Der Grund dafür ist, dass die verschiedenen Strahlungsarten (Alpha-, Beta-, Gamma-Strahlen) bei gleicher Energiemenge im Gewebe unterschiedliche biologische Wirkungen entfalten. Die biologische Wirksamkeit der Strahlung wird deshalb durch so genannte Wichtungsfaktoren erfasst. Das Produkt aus Organenergiedosis und dem Wichtungsfaktor heißt dann "Organdosis". Ihre Maßeinheit ist das Sievert (Sv).

4 Symptome

Eine akute Strahlenerkrankung tritt auf, wenn der Körper eine Energiedosis von ungefähr 1 Gray (Gy) absorbiert hat. Energiedosen über 6 Gy, die den ganzen Körper treffen, führen in der Regel schon innerhalb weniger Tage zum Tod.

Zu den Initialsymptomen der Strahlenkrankheit gehören Übelkeit und Erbrechen. Nach den ersten Krankheitszeichen kann es zu einem symptomfreien Intervall kommen, das dann von einem schwereren Krankheitsverlauf abgelöst wird. Die Latenzzeit bis zum Auftreten dieser Symptome ist ein Hinweis auf die Intensität der Verstrahlung. Je stärker die Strahlenexposition war, desto eher treten die schwerwiegenden Symptome auf.

Exposition Gering
(1-2 Gy)
Mittel
(2-6 Gy)
Schwer
(6-8 Gy)
Sehr schwer
(> 8 Gy)
Nausea, Erbrechen innerhalb 6 h innerhalb 2 h innerhalb 1 h innerhalb 10 min
Diarrhö - innerhalb 8 h innerhalb 3 h innerhalb 1 h
Kopfschmerzen - innerhalb 24 h innerhalb 4 h innerhalb 2 h
Fieber - innerhalb 3 h innerhalb 1 h innerhalb 1 h

Tags:

Fachgebiete: Radiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 20. November 2014 um 14:14 Uhr bearbeitet.

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