Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Stopcodon: Unterschied zwischen den Versionen

Zeile 5: Zeile 5:
 
In der [[Genetik]] versteht man unter '''Stopcodon''' ein Basentriplett ([[Codon]]) der [[DNA]] bzw. [[RNA]], das keine passende [[tRNA]] besitzt und so zum Abbruch der [[Translation]] und [[Protein]]biosynthese in einer [[Zelle]] führt.  
 
In der [[Genetik]] versteht man unter '''Stopcodon''' ein Basentriplett ([[Codon]]) der [[DNA]] bzw. [[RNA]], das keine passende [[tRNA]] besitzt und so zum Abbruch der [[Translation]] und [[Protein]]biosynthese in einer [[Zelle]] führt.  
  
Das komplementäre Gegenstück zum Stopcodon ist das [[Startcodon]], welches den Beginn einer Translation festlegt.
+
Das komplementäre Gegenstück zum Stopcodon ist das [[Startcodon]], das den Beginn einer Translation festlegt.
  
 
==Hintergrund==
 
==Hintergrund==

Version vom 17. Juni 2014, 21:00 Uhr

Synonym: Nonsense-Codon
Englisch: stop codon, termination codon

1 Definition

In der Genetik versteht man unter Stopcodon ein Basentriplett (Codon) der DNA bzw. RNA, das keine passende tRNA besitzt und so zum Abbruch der Translation und Proteinbiosynthese in einer Zelle führt.

Das komplementäre Gegenstück zum Stopcodon ist das Startcodon, das den Beginn einer Translation festlegt.

2 Hintergrund

Die kleinste Einheit des genetischen Codes bilden drei aufeinander folgenden Nukleinbasen. Diese werden als Basentriplett oder auch als Codon bezeichnet. Jedes dieser Basentripletts (in einem offenem Leserahmen, ORF) codiert auf der mRNA für eine Aminosäure - mit einer Ausnahme: den Stopcodons. Sie codieren für keine Aminosäure, da keine passende tRNA vorhanden ist. Dies ist auch der Grund, weshalb diese Form der Codons für einen Abbruch der Translation und somit der ganzen Synthese des Proteins verantwortlich ist.

3 Varianten

Zusätzlich zu den 61 vorhandenen Aminosäure-codierenden Basentripletts (eines universellen genetischen Codes) sind drei Kombinationen von Nukleinbasen auffindbar, die für einen Proteinsyntheseabbruch zuständig sind:

Stopcodons in der DNA:

  • UAA (Uracil - Adenin - Adenin)
  • UAG (Uracil - Adenin - Guanin)
  • UGA (Uracil - Guanin - Adenin)

Stopcodons in der RNA:

  • TAG (Thymin - Adenin - Guanin)
  • TAA (Thymin - Adenin - Guanin)
  • TGA (Thymin - Guanin - Adenin)

4 Literatur

  • "Basiswissen Humangenetik" - Christian P. Schaaf, Johannes Zschocke, Springer-Verlag

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

3 Wertungen (4.33 ø)

12.556 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: