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Stirnhöhle: Unterschied zwischen den Versionen

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Form, Ausdehnung und Volumen der Stirnhöhle unterliegen großen [[interindividuell]]en Schwankungen. Bei Menschen kann die Grundform bohnen-, blatt- oder pyramidenförmig sein. Das Volumen kann zwischen 0,1 und 8 ml schwanken, liegt aber meist bei 6-7 ml. Auch eine [[Aplasie]] mit völligem Fehlen der Pneumatisationsräume ist möglich (ca. 5% der Fälle).
 
Form, Ausdehnung und Volumen der Stirnhöhle unterliegen großen [[interindividuell]]en Schwankungen. Bei Menschen kann die Grundform bohnen-, blatt- oder pyramidenförmig sein. Das Volumen kann zwischen 0,1 und 8 ml schwanken, liegt aber meist bei 6-7 ml. Auch eine [[Aplasie]] mit völligem Fehlen der Pneumatisationsräume ist möglich (ca. 5% der Fälle).
  
Die Stirnhöhlen sind mit respiratorischem [[respiratorisches Flimmerepithel|Flimmerepithel]] ausgekleidet. Diese Schleimhaut wird vom [[Nervus supraorbitalis]] versorgt. Er trägt [[postgänglionär]]e [[parasympathisch]]e Fasern aus dem [[Nervus ophthalmicus]], welche die Sekretion steuern. Die arterielle Blutversorgung stammt aus der [[Arteria supraorbitalis] und der [[Arteria ethmoidalis anterior]].
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Die Stirnhöhlen sind mit respiratorischem [[respiratorisches Flimmerepithel|Flimmerepithel]] ausgekleidet. Diese Schleimhaut wird vom [[Nervus supraorbitalis]] versorgt. Er trägt [[postganglionär]]e [[parasympathisch]]e Fasern aus dem [[Nervus ophthalmicus]], welche die Sekretion steuern. Die arterielle Blutversorgung stammt aus der [[Arteria supraorbitalis] und der [[Arteria ethmoidalis anterior]].
  
 
==Funktion==
 
==Funktion==

Version vom 13. November 2019, 17:16 Uhr

Synonym: Sinus frontalis
Englisch: frontal sinus

1 Definition

Die Stirnhöhlen sind paarig angelegte, mit Schleimhaut (Flimmerepithel) ausgekleidete Hohlräume im Os frontale. Sie zählen zu den Nasennebenhöhlen.

2 Entwicklung

Im Gegensatz zum Sinus maxillaris und Sinus ethmoidalis fehlen die Stirnhöhlen bei der Geburt. Sie entwickeln dann langsam bis zum 7. und 8. Lebensjahr eine nennenswerte Ausdehnung. Ihre volle Größe erreichen sie erst nach Abschluss der Pubertät.

3 Anatomie

Die beiden Stirnhöhlen sind luftgefüllt und werden deshalb auch als Pneumatisationsräume bezeichnet. Sie werden durch das dünne Septum interfrontale voneinander getrennt und münden über den Recessus frontalis im Hiatus semilunaris in den mittleren Nasengang (Meatus nasi medius). Oft besteht eine zusätzliche Verbindung zu den Siebbeinzellen.

Form, Ausdehnung und Volumen der Stirnhöhle unterliegen großen interindividuellen Schwankungen. Bei Menschen kann die Grundform bohnen-, blatt- oder pyramidenförmig sein. Das Volumen kann zwischen 0,1 und 8 ml schwanken, liegt aber meist bei 6-7 ml. Auch eine Aplasie mit völligem Fehlen der Pneumatisationsräume ist möglich (ca. 5% der Fälle).

Die Stirnhöhlen sind mit respiratorischem Flimmerepithel ausgekleidet. Diese Schleimhaut wird vom Nervus supraorbitalis versorgt. Er trägt postganglionäre parasympathische Fasern aus dem Nervus ophthalmicus, welche die Sekretion steuern. Die arterielle Blutversorgung stammt aus der [[Arteria supraorbitalis] und der Arteria ethmoidalis anterior.

4 Funktion

Wie alle Nasennebenhöhlen dient der Sinus frontalis der Erwärmung der Atemluft, als Resonanzraum für Nasallaute und als Pneumatisationsraum zur Gewichtsentlastung.

5 Klinik

Die häufigste Erkrankung ist die Stirnhöhlenentzündung (Sinusitis frontalis). In seltenen Fällen kann sie zu einer Stirnbeinosteomyelitis führen. Bei Unfällen kann es durch eine frontale Gewalteinwirkung zu einer frontobasalen Fraktur mit Impression der Stirnhöhle kommen.

Fachgebiete: Kopf und Hals

Diese Seite wurde zuletzt am 13. November 2019 um 17:31 Uhr bearbeitet.

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