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Stapediusreflexmessung

Version vom 11. Juli 2004, 16:35 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Die Stapediusreflexmessung ist wie die Tympanometrie ein Verfahren der Impedanzaudiometrie. Sie dient der Bewertung der Mittelohrfunktion.

2 Prinzip

Bei normaler Mittelohrbeweglichkeit bewirkt die durch einen bestimmten Schallpegel ausgelöste Kontraktion des Musculus stapedius eine Verspannung der Gehörknöchelchenkette und damit eine plötzliche Änderung der Trommelfellbeweglichkeit.

Der Patient wird zur Messung über einen Kopfhörer oder eine Sonde definierten Schallreizen ausgesetzt. Dabei kann das Ohr, wo der Reflex gemessen wird (ipsilaterale Reflexmessung) oder das gegenüberliegende Ohr (kontralaterale Reflexmessung) beschallt werden. Der Schallpegel wird - beginnend bei 70 dB - in 5 dB-Schritten erhöht, bis der Wert erreicht ist, der durch die Reflexauslösung eine erkennbare Änderung der Impedanz verursacht. Ihn bezeichnet man als so genannte Stapediusreflexschwelle (SRS).

3 Aussagekraft

Die Stapediusreflexmessung dient unter anderem zum Nachweis einer Otosklerose. Hier ist die Impedanzänderung durch den Stapediusreflex aufgehoben.

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