Sporotrichose

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Synonyme: Rosengärtner-Krankheit, Morbus Schenk, Schenk-Krankheit, Sporothrix-Mykose

1 Definition

Die Sporotrichose ist eine Form der Mykose (Pilzerkrankung), welche sowohl beim Menschen, als auch zahlreichen Tieren auftreten kann. Besonders betroffen sind hier Hunde, Katzen, Pferde, Rinder, Schimpansen, Ratten und Mäuse. Es handelt sich um eine Zoonose, d. h. die Erkrankung ist sowohl von Tier auf Mensch, als auch umgekehrt übertragbar. Sie kann den ganzen Körper befallen, manifestiert sich aber besonders häufig in den unteren Schichten der Haut. Sichtbar wird die Sporotrichose v. a. durch Knoten-artige Gebilde unter der Haut, die ein schleimiges Sekret absondern können.

2 Vorkommen

Die Mykose kommt insbesondere in den subtropischen und tropischen Regionen der Erde vor. Hier ist insbesondere Afrika zu nennen. Aber auch in gemäßigten Klimazonen ist die Sporotrichose zu finden, z.B. im südlichen Japan und Teilen Nordamerikas. In Europa ist die Krankheit sehr selten zu finden.

3 Erreger

Krankheitserreger der Sporotrichose ist die dimorphe Pilzart Sporothrix schenckii, die insbesondere in warmen Boden mit zahlreichen Fäulnisprozessen vorkommt. Der Pilz lebt als Saprophyt, d. h. er zersetzt Humus und Streu, ohne dabei eine Symbiose mit einem anderen pflanzlichen Organismus einzugehen. Bei Körpertemperatur ähnelt die Wachstumsstruktur von Sporothrix schenckii denen von Candida albicans – also von Hefepilzen.

4 Übertragung

Die Übertragung von Sporothrix schenckii erfolgt durch Hautkontakt mit dem Erreger, insbesondere dann, wenn eine Wunde vorliegt. Dies kann bei Arbeiten im Boden (Gartenarbeit), Aufnahme eines mit dem Pilz kontaminierten Partikel oder Kratz- und Bisswunden von Tieren geschehen. Katzen erweisen sich als besonders problematisch, da auch gesunde Katzen (in den gefährdeten Regionen) Sporen des Pilzes in ihrer Maulhöhle tragen können. Eine Wunde begünstigt zwar eine Neuinfektion signifikant, ist aber nicht zwingend notwendig. Auch der bloße Kontakt zu Ausscheidungen (v. a. Kot) kann eine Ansteckung hervorrufen.

5 Krankheitsverlauf

  • zu Beginn der Erkrankung kommt häufig zu schmerzlosen Hautveränderungen in Form von Bläschen, Rötungen oder scheinbaren Ekzemen. Eine antibiotische Behandlung zeigt keinerlei Wirkung.
  • im weitern Verlauf entstehen unter der Haut Knötchen, die beim Zerplatzen ein schleimiges Exsudat freisetzen. Weiterhin kommt es häufig zur Ausbildung von mitunter zahlreichen Abszessen
  • bei Befall des Lymphsystems kommt es zu einer Lymphknotenschwellung
  • eine Sonderform ist der reine Lungenbefall
  • prinzipiell sind immungeschwächte Menschen bzw. Tiere besonders gefährdet

6 Diagnose

7 Therapie

7.1 Mensch

7.2 Tiere

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Sporotrichose&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Sporotrichose

Fachgebiete: Mykologie

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