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Spontanpneumothorax: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Spontanpneumothorax wird mit einer [[Thoraxdrainage]] behandelt.
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Die Therapie ist abhängig vom Umfang des Pneumothorax und der mit ihm verbundenen Symptomatik. Darüber hinaus ist relevant, ob es sich um einen primären oder sekundären Pneumothorax handelt.
Mögliche Zugangswege sind der 4. [[ICR]] auf Höhe der Mamille ([[Bülau-Drainage]]) oder der 2. ICR in der [[Medioklavikularlinie]] ([[Monaldi-Drainage]]).
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[[Tag:Lungenerkrankung]]
 
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[[Tag:Pneumothorax]]
 
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Version vom 9. November 2018, 23:30 Uhr

1 Definition

Ein Spontanpneumothorax ist ein Pneumothorax, der - im Gegensatz zu traumatisch bedingten Pneumothorax - ohne erkennbare Ursache auftritt.

2 Einteilung

Man unterscheidet den primären und den sekundären Spontanpneumothorax.

Der primäre Spontanpneumothorax tritt bei Patienten ohne bekannte Lungenerkrankung auf. Seine Ätiologie ist ungeklärt, meist sind junge Männer zwischen 15 und 35 betroffen. Rauchen scheint ein Risikofaktor zu sein.

Von einem sekundären Spontanpneumothorax spricht man im Zusammenhang mit verschiedenen Lungenerkankungen. In etwa 70% der Fälle liegt eine COPD vor. Weitere Lungenerkrankungen, die einen Spontanpneumothorax begünstigen, sind:

3 Epidemiologie

Der Spontanpneumothorax zeigt eine familiäre Häufung. Etwa 12% der Betroffenen haben ein Familienmitglied, bei dem bereits das gleiche Problem aufgetaucht ist. Besonders betroffen sind große, schlanke Männer.

4 Risikofaktoren

5 Therapie

Die Therapie ist abhängig vom Umfang des Pneumothorax und der mit ihm verbundenen Symptomatik. Darüber hinaus ist relevant, ob es sich um einen primären oder sekundären Pneumothorax handelt.

Bei asymptomatischen Patienten mit kleinem primären Pneumothorax ist in der Regel eine Verlaufsbeobachtung ausreichend, die auch ambulant erfolgen kann. Es wird eine klinische und radiologische Nachkontrolle nach 12-24 Stunden sowie nach weiteren 7 Tagen empfohlen.

Patienten mit Atemnot und Dyspnoe werden interventionell behandelt, z.B. mit einer Thoraxdrainage. Mögliche Zugangswege sind der 4. ICR auf Höhe der Mamille (Bülau-Drainage) oder der 2. ICR in der Medioklavikularlinie (Monaldi-Drainage).

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