Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Spinalnerv

Version vom 17. Juni 2014, 14:10 Uhr von Kevin van Pelt (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Nervus spinalis
Englisch: spinal nerve

1 Definition

Als Spinalnerven bezeichnet man die Nerven, die paarig aus dem Rückenmark entspringen. Sie sind Teil des peripheren Nervensystems.

2 Anatomie

Die Spinalnerven bilden sich im Wirbelkanal aus den Fila radicularia der vorderen und hinteren Nervenwurzeln, die in das Rückenmark einstrahlen bzw. das Rückenmark verlassen. Sie werden auch als Radix anterior und Radix posterior bezeichnet. In die Radix posterior ist jeweils ein Spinalganglion eingeschaltet.

Im oberen Teil der Wirbelsäule treten sie unmittelbar danach durch die Foramina intervertebralia aus dem Wirbelkanal aus. Im unteren Teil verlaufen sie zunächst als Cauda equina über eine längere Strecke innerhalb des Duralsacks nach kaudal, bevor sie aus dem Wirbelkanal austreten.

2.1 Äste

Außerhalb des Wirbelkanals zweigen sich die Spinalnerven in jeweils 3-4 Äste auf. Man unterscheidet:

  • Ramus anterior (auch: Ramus ventralis): Der vordere Ast der Spinalnerven dient der sensiblen und motorischen Versorgung der Haut und Muskulatur der ventralen Rumpfseite, sowie - über die Nervengeflechte - der Haut und Muskulatur der Extremitäten.
  • Ramus posterior (auch: Ramus dorsalis): Der hintere Ast der Spinalnerven dient der sensiblen und motorischen Versorgung der Haut des Rückens und der Rückenmuskulatur.
  • Ramus communicans: Er dient der Weiterleitung viszeroafferenter und viszeroefferenter Nervenfasern.
  • Ramus meningeus: Ein rückläufiger Ast, der die Meningen, das Periost und den Discus intervertebralis des jeweiligen Segmentes sensibel innerviert.

2.2 Anzahl

Insgesamt gibt es 31 paarige Spinalnerven. Es handelt sich um gemischte Nerven, die motorische, sensible und vegetative Anteile enthalten:

2.3 Plexusbildung

Im Bereich der Extremitätenursprünge bilden die Rami anteriores der Spinalnerven so genannte Nervengeflechte (Plexus). Es kommt dabei zu einer Durchmischung der Nervenfasern verschiedener Spinalnerven und schließlich zur Bildung von Nerven, die Anteile mehrerer Rückenmarkssegmente enthalten. Zu diesen Nervengeflechten zählen:

2.4 Besonderheiten

Manche Spinalnervenäste tragen eigene anatomische Namen. Der Ramus dorsalis des ersten Spinalnerven wird z.B. auch Nervus suboccipitalis genannt.

Diese Seite wurde zuletzt am 17. Juni 2014 um 14:10 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

43 Wertungen (3.49 ø)

314.843 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: