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Sphärozyt: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Sphärozyten''' sind die Kugelform normal großer [[Erythrozyt]]en. Ihnen fehlt die für rote Blutzellen charakteristische bikonkave Form.
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'''Sphärozyten''' sind die Kugelform normal großer [[Erythrozyt]]en. Ihnen fehlt die für rote Blutzellen charakteristische [[bikonkav]]e Form.
  
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Erythrozyten, die eine Kugelform besitzen und kleiner sind als normale rote Blutzellen, nennt man [[Mikrosphärozyt]]en.
Sphärozyten sind meist Ausdruck einer einsetzenden [[Hämolyse]] bei [[autoimmunhämolytische Anämie|autoimmunhämolytischen Anämien]].
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==Vorkommen==
Sphärozyten treten im Blut unter anderem bei [[Kälteagglutininkrankheit]] und Zustand nach [[Splenektomie]] auf. Als [[Artefakt]] sieht man sie labordiagnostisch in [[hypoton]]en Lösungen.
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Sphärozyten entstehen bei der Interaktion zwischen [[Antikörper|immunglobulin-]] oder [[Komplementsystem|komplementbeladenen]] Erythrozyten und [[Phagozyt|phagozytierenden Zellen]] im Rahmen einer [[autoimmunhämolytische Anämie|autoimmunhämolytischen Anämie]]. Sie sind somit eine prähämolytische Form. Bei einem hohen [[Zellturnover]] können sie in größerer Zahl auftreten.
[[Fachgebiet:Hämatologie]][[Fachgebiet:Labormedizin]]
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Weitere Ursachen sind eine gesteigerte [[Hämolyse]] anderer Genese, z.B. nach [[Splenektomie]], bei [[mikroangiopathische hämolytische Anämie|mikroangiopathischer hämolytischer Anämie]] oder bei [[Kälteagglutininkrankheit]]. Weiterhin sieht man sie als [[Artefakt]] in [[hypoton]]en Lösungen.
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[[Fachgebiet:Labormedizin]]
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[[Tag:Erythrozyt]]

Aktuelle Version vom 26. Juli 2019, 13:19 Uhr

Synonym: Kugelzelle
Englisch: spherocyte

1 Definition

Sphärozyten sind die Kugelform normal großer Erythrozyten. Ihnen fehlt die für rote Blutzellen charakteristische bikonkave Form.

Erythrozyten, die eine Kugelform besitzen und kleiner sind als normale rote Blutzellen, nennt man Mikrosphärozyten.

2 Vorkommen

Sphärozyten entstehen bei der Interaktion zwischen immunglobulin- oder komplementbeladenen Erythrozyten und phagozytierenden Zellen im Rahmen einer autoimmunhämolytischen Anämie. Sie sind somit eine prähämolytische Form. Bei einem hohen Zellturnover können sie in größerer Zahl auftreten.

Weitere Ursachen sind eine gesteigerte Hämolyse anderer Genese, z.B. nach Splenektomie, bei mikroangiopathischer hämolytischer Anämie oder bei Kälteagglutininkrankheit. Weiterhin sieht man sie als Artefakt in hypotonen Lösungen.

Tags: ,

Fachgebiete: Hämatologie, Labormedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 7. September 2007 um 19:31 Uhr bearbeitet.

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