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Sokolow-Lyon-Index: Unterschied zwischen den Versionen

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Man addiert die Amplituden (in [[Volt|mV]]) der [[S-Zacke]] in Ableitung V2 und der [[R-Zacke]] in V5. Alternativ kann auch die Addition der S-Zacke in V1 und der R-Zacke in V6 erfolgen.
 
Man addiert die Amplituden (in [[Volt|mV]]) der [[S-Zacke]] in Ableitung V2 und der [[R-Zacke]] in V5. Alternativ kann auch die Addition der S-Zacke in V1 und der R-Zacke in V6 erfolgen.
  
Überschreitet die Summe der beiden Amplituden 3,5 mm (0,35 mV), spricht dies für eine Linksherzhypertrophie.
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Überschreitet die Summe der beiden Amplituden 3,5 mV (30,5 mm), spricht dies für eine Linksherzhypertrophie.
  
 
===Rechtsherzhypertrophie (RVH)===
 
===Rechtsherzhypertrophie (RVH)===
 
Die Berechnung des Sokolow-Index für die RVH erfolgt ebenfalls mit V1 oder V2 bzw. V5 oder V6, nur dass man die jeweils andere Zacke verwendet. Man addiert den Ausschlag der R-Zacke in V1 oder V2 mit dem Ausschlag der S-Zacke in V5 oder V6  
 
Die Berechnung des Sokolow-Index für die RVH erfolgt ebenfalls mit V1 oder V2 bzw. V5 oder V6, nur dass man die jeweils andere Zacke verwendet. Man addiert den Ausschlag der R-Zacke in V1 oder V2 mit dem Ausschlag der S-Zacke in V5 oder V6  
  
Eine Rechtsherzhypertrophie liegt vor, wenn die Summe beider Amplituden größer als 10,5 mm (1,05 mV) ist.
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Eine Rechtsherzhypertrophie liegt vor, wenn die Summe beider Amplituden größer als 1,05 mV (10,5 mm) ist.
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{| title = "Berechnung des Sokolow-Index"
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!Linksherzhypertrophie||Rechtsherzhypertrophie
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|S<sub>V1</sub> + R<sub>V5</sub> > 3,5 mV oder <BR>S<sub>V2</sub> + R<sub>V6</sub> > 3,5 mV||R<sub>V1</sub> + S<sub>V5</sub> > 1,05 mV oder <BR> R<sub>V2</sub> + S<sub>V6</sub> > 1,05 mV
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|}
  
 
==Aussagekraft==
 
==Aussagekraft==

Version vom 6. November 2007, 16:15 Uhr

Synonym: Sokolow-Index
Englisch: Sokolow-Lyon voltage

1 Definition

Der Sokolow-Lyon-Index ist ein unspezifisches EKG-Zeichen für eine vorliegende Links- oder Rechtsherzhypertrophie.

Ein weiterer Hypertrophie-Index ist der Lewis-Index.

2 Bestimmung

Zur Berechnung des Sokolow-Index werden die Brustwandableitungen nach Wilson verwendet.

2.1 Linksherzhypertrophie (LVH)

Man addiert die Amplituden (in mV) der S-Zacke in Ableitung V2 und der R-Zacke in V5. Alternativ kann auch die Addition der S-Zacke in V1 und der R-Zacke in V6 erfolgen.

Überschreitet die Summe der beiden Amplituden 3,5 mV (30,5 mm), spricht dies für eine Linksherzhypertrophie.

2.2 Rechtsherzhypertrophie (RVH)

Die Berechnung des Sokolow-Index für die RVH erfolgt ebenfalls mit V1 oder V2 bzw. V5 oder V6, nur dass man die jeweils andere Zacke verwendet. Man addiert den Ausschlag der R-Zacke in V1 oder V2 mit dem Ausschlag der S-Zacke in V5 oder V6

Eine Rechtsherzhypertrophie liegt vor, wenn die Summe beider Amplituden größer als 1,05 mV (10,5 mm) ist.

Linksherzhypertrophie Rechtsherzhypertrophie
SV1 + RV5 > 3,5 mV oder
SV2 + RV6 > 3,5 mV
RV1 + SV5 > 1,05 mV oder
RV2 + SV6 > 1,05 mV

3 Aussagekraft

Der Sokolow-Lyon-Index hat eine ungenügend hohe Sensitivität und Spezifität, um definitive diagnostische Aussagen zu machen. Als unspezifisches EKG-Zeichen kann der Sokolow-Lyon-Index jedoch zur Formulierung begründeter Verdachtsdiagnosen beitragen.

Der definitive Nachweis einer Linksherzhypertrophie kann beispielsweise durch die Echokardiographie erfolgen.

Diese Seite wurde zuletzt am 30. März 2019 um 21:26 Uhr bearbeitet.

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