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Sinus urogenitalis

Version vom 23. Juli 2008, 22:53 Uhr von 80.135.75.49 (Diskussion)

Synonym: Urogenitalkanal
Englisch: urogenital sinus

1 Definition

Der Sinus urogenitalis ist eine embryonale Struktur, die sich aus dem Entoderm entwickelt und aus der sich im weiteren Verlauf der Embryogenese Teile der Harnwege und der Geschlechtsorgane bilden.

2 Embryologie

Im frühen Embryonalstadium bildet die Kloake das gemeinsame Ende des Darmrohrs und des Urogenitaltrakts. Zwischen der 4. und der 6. Woche wird die Kloake durch das von kranial einwachsende Septum urorectale dorsal in den Anorektalkanal (das spätere Rektum) und ventral in den Sinus urogenitalis unterteilt.

Aus dem Sinus urogenitalis entwickeln sich bei beiden Geschlechtern die Harnblase und die Harnröhre. Beim Mann bildet sich aus diesem Gewebe zusätzlich die Prostata und die Bulbourethraldrüsen. Bei der Frau stammen das Vestibulum vaginae, die Bartholinische Drüsen und die Glandulae vestibulares minores vom Sinus urogenitalis ab.

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Fachgebiete: Allgemeine Embryologie

Diese Seite wurde zuletzt am 23. Juli 2008 um 22:53 Uhr bearbeitet.

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