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Simulant: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Simulant''' wird in der Medizin eine Person bezeichnet, die durch Vorspielen nicht vorhandener [[Symptom]]e vorgibt, an einer Erkrankung zu leiden, ohne jedoch tatsächlich erkrankt zu sein.  
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Die Motivation zur Simulation ergibt sich meist vordergründig durch materielle oder immaterielle Vergünstigungen (z.B. [[Krankschreibung]]), die mit einer Simulation verbunden sind. Sie werden auch als [[Krankheitsgewinn]] bezeichnet.
  
Die Simulation kann jedoch auch einen psychopathologischen Hintergrund haben, zum Beispiel im Rahmen eines [[Münchhausen-Syndrom]]s.
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Das Vortäuschen von Krankheitssymptomen stellt den Arzt vor ein Dilemma, da er bei Verdacht auf Simulation entweder in den offen Konflikt mit dem Simulanten treten muss, oder in der Simulation quasi "mitspielt". In letzterem Fall handelt der Behandler dann allerdings gegen die von ihm erwartete [[Berufsethik]].
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Version vom 14. November 2012, 23:14 Uhr

von lateinisch: simulare - täuschen

1 Definition

Als Simulant wird in der Medizin eine Person bezeichnet, die durch Vorspielen nicht vorhandener Symptome vorgibt, an einer Erkrankung zu leiden, ohne jedoch tatsächlich erkrankt zu sein.

Von der Simulation abgegrenzt wird die Aggravation, bei der lediglich eine Übertreibung tatsächlich vorhandener Symptome vorliegt.

2 Hintergrund

Die Motivation zur Simulation ergibt sich meist vordergründig durch materielle oder immaterielle Vergünstigungen (z.B. Krankschreibung), die mit einer Simulation verbunden sind. Sie werden auch als Krankheitsgewinn bezeichnet.

Die Simulation kann jedoch auch einen psychopathologischen Hintergrund haben, zum Beispiel im Rahmen eines Münchhausen-Syndroms.

Das Vortäuschen von Krankheitssymptomen stellt den Arzt vor ein Dilemma, da er bei Verdacht auf Simulation entweder in den offen Konflikt mit dem Simulanten treten muss, oder in der Simulation quasi "mitspielt". In letzterem Fall handelt der Behandler dann allerdings gegen die von ihm erwartete Berufsethik.

Diese Seite wurde zuletzt am 15. November 2009 um 19:32 Uhr bearbeitet.

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#1 am 17.02.2013 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)

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