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Serumprotein

Version vom 18. Februar 2021, 17:33 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Serumeiweiß
Englisch: serum protein

1 Definition

Serumproteine sind die im Blutserum enthaltenen Eiweiße (Proteine). Ihre Zusammensetzung entspricht der der Plasmaproteine, abzüglich des abgetrennten Fibrinogens. Entsprechend ihrer Größe lassen sie sich zu Diagnosezwecken elektrophoretisch in verschiedene Fraktionen auftrennen (siehe Serumelektrophorese).

2 Material

Zur Untersuchung werden 0,5 ml Serum benötigt.

3 Referenzbereiche

Alter weiblich männlich
Kinder 1. Monat 4,2-6,2 g/dl 4,1-6,3 g/dl
1. Monat - 6. Monat 4,4-6,6 g/dl 4,7-6,7 g/dl
6. Monat - 1 Jahr 5,6-7,9 g/dl 5,5-7,0 g/dl
1 - 18 Jahre 5,7-8,0 g/dl 5,7-8,0 g/dl
Erwachsene 6,1-8,1 g/dl

4 Interpretation

4.1 Erhöhte Werte

Hyperproteinämien sind relativ selten, da bei Vermehrung der Immunglobuline kompensatorisch eine Verminderung des Albumins stattfindet. Erhöhte Werte können auf folgende Krankheiten hinweisen:

4.2 Erniedrigte Werte

Erniedrigten Werten liegt meist eine Albuminverminderung zugrunde. Seltener können auch Störungen der Immunglobulinbildung ursächlich sein. Folgende Konstellationen können eine Hypoproteinämie bedingen:

Darüber hinaus können auch Pseudohypoproteinämien aufgrund von Infusionen, Polydipsie oder Schwangerschaft vorliegen.

4.3 Weitere Untersuchungen

Je nach Klinik und Laborbefund können weitere Untersuchungen notwendig sein.

5 Literatur

Laborlexikon.de; abgerufen am 18.02.2021

Diese Seite wurde zuletzt am 18. Februar 2021 um 17:37 Uhr bearbeitet.

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