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Serotyp: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Serotypen''' bezeichnet man Untergruppen von [[Mikroorganismus|Mikroorganismen]] (z.B. [[Bakterium|Bakterien]], [[Virus|Viren]]), die sich in ihren [[antigen]]en Eigenschaften unterscheiden. Serotypen erlauben die weitere Einteilung einer [[Subspezies]], was vor allem aus epidemiologischer Sicht von Interesse ist.
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Als '''Serotypen''' bezeichnet man Untergruppen von [[Mikroorganismus|Mikroorganismen]] (z.B. [[Bakterium|Bakterien]], [[Virus|Viren]]), die sich in ihren [[antigen]]en Eigenschaften unterscheiden. Serotypen erlauben die weitere Einteilung einer [[Subspezies]], was vor allem aus [[epidemiologisch]]er Sicht von Interesse ist.
  
 
==Hintergrund==
 
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Der Serotyp eines Mikroorganismus wird durch seine [[Oberflächenantigen]]e bestimmt. Hierbei handelt es komplexe Moleküle (z.B. [[Polysaccharid]]e), die quasi den "Fingerabdruck" eines Erregers darstellen. Dieser Fingerabdruck determiniert die Erkennung des Erregers durch das menschliche [[Immunsystem]]. So wird beispielsweise bei Bakterien mit vielen verschiedenen Serotypen jeder Serotyp vom Immunsystem als eigene Entität behandelt. Das heißt, die bereits erworbene [[Immunität]] gegen einen bestimmten Seroytp führt nicht zur Immunität gegen einen anderen Serotyp der gleichen Bakterienart. Bestimmte Mikroorganismen (z.B. [[Trypanosom]]en) nutzen die ständige Variation ihres Serotyps als Verteidigungstrategie gegen den Zugriff des Immunsystems.
 
Der Serotyp eines Mikroorganismus wird durch seine [[Oberflächenantigen]]e bestimmt. Hierbei handelt es komplexe Moleküle (z.B. [[Polysaccharid]]e), die quasi den "Fingerabdruck" eines Erregers darstellen. Dieser Fingerabdruck determiniert die Erkennung des Erregers durch das menschliche [[Immunsystem]]. So wird beispielsweise bei Bakterien mit vielen verschiedenen Serotypen jeder Serotyp vom Immunsystem als eigene Entität behandelt. Das heißt, die bereits erworbene [[Immunität]] gegen einen bestimmten Seroytp führt nicht zur Immunität gegen einen anderen Serotyp der gleichen Bakterienart. Bestimmte Mikroorganismen (z.B. [[Trypanosom]]en) nutzen die ständige Variation ihres Serotyps als Verteidigungstrategie gegen den Zugriff des Immunsystems.
 
[[Fachgebiet:Mikrobiologie]]
 
[[Fachgebiet:Mikrobiologie]]

Version vom 4. Juli 2007, 14:41 Uhr

Englisch: serotype, serovar

1 Definition

Als Serotypen bezeichnet man Untergruppen von Mikroorganismen (z.B. Bakterien, Viren), die sich in ihren antigenen Eigenschaften unterscheiden. Serotypen erlauben die weitere Einteilung einer Subspezies, was vor allem aus epidemiologischer Sicht von Interesse ist.

2 Hintergrund

Der Serotyp eines Mikroorganismus wird durch seine Oberflächenantigene bestimmt. Hierbei handelt es komplexe Moleküle (z.B. Polysaccharide), die quasi den "Fingerabdruck" eines Erregers darstellen. Dieser Fingerabdruck determiniert die Erkennung des Erregers durch das menschliche Immunsystem. So wird beispielsweise bei Bakterien mit vielen verschiedenen Serotypen jeder Serotyp vom Immunsystem als eigene Entität behandelt. Das heißt, die bereits erworbene Immunität gegen einen bestimmten Seroytp führt nicht zur Immunität gegen einen anderen Serotyp der gleichen Bakterienart. Bestimmte Mikroorganismen (z.B. Trypanosomen) nutzen die ständige Variation ihres Serotyps als Verteidigungstrategie gegen den Zugriff des Immunsystems.

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Fachgebiete: Mikrobiologie

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