Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Serotonin

Version vom 10. August 2006, 19:39 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: 5-Hydroxytryptamin, Enteramin
Englisch: serotonin

1 Definition

Serotonin ist ein biogenes Amin, das als Neurotransmitter im peripheren und zentralen Nervensystem vorkommt. Außerhalb des Nervensystems findet sich Serotonin u.a. in den enterochromaffinen Zellen der Darm-Mukosa und in Thrombozyten.

2 Biochemie

Serotonin entsteht durch Hydroxylierung und anschließende Decarboxylierung aus der Aminosäure Tryptophan. Es wird in den Endknöpfchen der Neurone in Vesikeln gespeichert.

3 Physiologie

Die Wirkungen des Serotonins werden über sog. 5-HT Rezeptoren vermittelt. Überall, wo sich 5-HT Rezeptoren befinden, beeinflusst Serotonin physiologische Abläufe. Im ZNS entfaltet Serotonin vielfältige Wirkungen. Unter anderem ist es an folgenden Prozessen beteiligt:

  • Schmerzempfindung
  • Gedächtnisleistung
  • Schlafsteuerung
  • Essverhalten
  • Sexualverhalten
  • Thermoregulation

Darüber hinaus beeinflusst Serotonin eine Vielzahl von emotionalen Prozessen, wie Aggression und Angst. Ein gestörtes Serotonin-Gleichgewicht findet sich u.a. bei Krankheiten wie Depressionen, Zwangserkrankungen und Angststörungen.

Außerhalb des ZNS bewirkt Serotonin u.a. eine Blutdrucksenkung, eine verstärkte Thrombozytenaktivität und eine Steigerung der Darmperistaltik.

Diese Seite wurde zuletzt am 23. September 2019 um 14:16 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

54 Wertungen (3.7 ø)

301.790 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: