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Serotonin: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Serotonin''' ist ein [[biogenes Amin]], das als [[Neurotransmitter]] im [[PNS|peripheren]] und [[ZNS|zentralen Nervensystem]] vorkommt. Außerhalb des Nervensystems findet sich Serotonin u.a. in den [[Enterochromaffine Zelle|enterochromaffinen Zellen]] der [[Darmmukosa]] und in [[Thrombozyt]]en.
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'''Serotonin''' ( zusammengesetzt aus ''Serum'' und ''Tonus'' -> Tonusgeber der Gefäße) ist ein [[biogenes Amin]], das als [[Neurotransmitter]] im [[PNS|peripheren]] und [[ZNS|zentralen Nervensystem]] vorkommt. Außerhalb des Nervensystems findet sich Serotonin u.a. in den [[Enterochromaffine Zelle|enterochromaffinen Zellen]] der [[Darmmukosa]] und in [[Thrombozyt]]en. 95% des Serotonins befindet sich im GI-Trakt (90% davon in den eterochromaffinen Zellen der enteralen [[Schleimhaut]] und die restlichen 10% im [[enteral]]en Nervensystem. Im [[ZNS]] befindet sich das meiste Serotonin in den [[Raphé-Kernen]] des [[Hirnstamm]]s. Die gesamte Serotoninmenge des Körpers wird ca. auf 10 mg geschätzt.
  
 
Die [[Summenformel]] lautet: C<sub>10</sub>H<sub>12</sub>N<sub>2</sub>O
 
Die [[Summenformel]] lautet: C<sub>10</sub>H<sub>12</sub>N<sub>2</sub>O

Version vom 31. Mai 2013, 09:42 Uhr

Synonyme: 5-Hydroxytryptamin, 5-HT, Enteramin
Englisch: serotonin

1 Definition

Serotonin ( zusammengesetzt aus Serum und Tonus -> Tonusgeber der Gefäße) ist ein biogenes Amin, das als Neurotransmitter im peripheren und zentralen Nervensystem vorkommt. Außerhalb des Nervensystems findet sich Serotonin u.a. in den enterochromaffinen Zellen der Darmmukosa und in Thrombozyten. 95% des Serotonins befindet sich im GI-Trakt (90% davon in den eterochromaffinen Zellen der enteralen Schleimhaut und die restlichen 10% im enteralen Nervensystem. Im ZNS befindet sich das meiste Serotonin in den Raphé-Kernen des Hirnstamms. Die gesamte Serotoninmenge des Körpers wird ca. auf 10 mg geschätzt.

Die Summenformel lautet: C10H12N2O

2 Biochemie

Serotonin entsteht in einer 2-Schritt-Reaktion durch Hydroxylierung und anschließende Decarboxylierung aus der Aminosäure Tryptophan. Die beteiligten Enzyme sind die Tryptophanhydroxylase und die Aromatische-L-Aminosäur-Decarboylase. Als Zwischenprodukt entsteht die nicht-proteinogene Aminosäure 5-Hydroxytryptophan.

Hauptsächlich wird Serotonin in den enterochromaffinen Zellen der Darmmukosa]des produziert. Da es jedoch die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann, wird es ebenfalls im Gehirn synthetisiert. Es wird über die Thrombozyten im Blut transportiert und in den Endknöpfchen der Neurone in Vesikeln gespeichert.

3 Physiologie

Die Wirkungen des Serotonins werden über sog. 5-HT-Rezeptoren vermittelt. Überall, wo sich 5-HT-Rezeptoren befinden, beeinflusst Serotonin physiologische Abläufe. Im ZNS entfaltet Serotonin vielfältige Wirkungen. Unter anderem ist es an folgenden Prozessen beteiligt:

Darüber hinaus beeinflusst Serotonin eine Vielzahl von emotionalen Prozessen, wie Aggression und Angst. Ein gestörtes Serotonin-Gleichgewicht findet sich u.a. bei Krankheiten wie Depressionen, Zwangserkrankungen und Angststörungen.

Außerhalb des ZNS bewirkt Serotonin u.a. eine Blutdrucksenkung, eine verstärkte Thrombozytenaktivität und eine Steigerung der Darmperistaltik. Etwa 80% des Serotonins im menschlichen Körper befindet sich in den enterochromaffinen Zellen der Darmmukosa.

Die Eliminierung des 5-HT aus dem synaptischen Spalt erfolgt hauptsächlich durch Reuptake (Wiederaufnahme) in die Präsynapse. Verschiedene Psychopharmaka können diese Wiederaufnahme hemmen (z.B. MDMA (Ecstasy), Kokain, Amphetamin, trizyklische Antidepressiva, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, kurz SSRI).

Serotonin wird in der Leber zu 5-Hydroxy-Indolyl-Essigsäure (auch 5-HIAA genannt) metabolisiert. 5-HIAA wird dann von der Niere ausgeschieden.

Bei neuroendokrinen Tumoren (NET, Karzinoid) des Magen-Darm-Trakts kann es u.a. zu einer Überproduktion von Serotonin kommen, wodurch typische und diagnostisch ggf. wegweisende Symptome hervorgerufen werden.

Zudem spielt Serotonin eine wichtige Rolle in der Pathophysiologie der Migräne.

Diese Seite wurde zuletzt am 23. September 2019 um 14:16 Uhr bearbeitet.

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