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Serin/Threonin-Kinase-Hemmer

Version vom 24. November 2018, 23:05 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Serin/Threonin-Kinase-Inhibitor

1 Definition

Serin/Threonin-Kinase-Hemmer sind Arzneistoffe, die Enzyme aus der Klasse der Serin/Threonin-Kinasen hemmen. Sie gehören zu den Proteinkinasehemmern.

2 Einteilung

In der Gruppe der Serin/Threonin-Kinase-Hemmer lassen sich nach ihrem Zielprotein weitere Untergruppen differenzieren. Hemmt ein Arzneistoff mehrere Kinasen, spricht man von einem Multikinase-Inhibitor.

2.1 BRAF-Inhibitoren

BRAF-Inhibitoren richten sich gegen Tumore mit einer V600E-Mutation des Protoonkogens BRAF. Ihr Einsatzgebiet ist die Therapie des metastasierten malignen Melanoms.

2.2 MEK-Inhibitoren

MEK-Inhibitoren beinflussen den MAPK/ERK-Signalweg, indem sie die MAPK-Kinasen MEK1 und MEK2 hemmen. Dieser Signalweg ist bei vielen Tumoren überaktiv.

2.3 mTOR-Inhibitoren

mTOR-Inhibitoren hemmen mTOR, eine Serin/Threonin-spezifische Proteinkinase, die über die Proteinkomplexe mTORC1 und mTORC2 den Zellstoffwechsel und die Zellproliferation steuert. Die Substanzen dieser Wirkstoffgruppe leiten sich von dem in der Natur vorkommenden Antibiotikum Rapamycin ab.

Sirolimus und Everolimus werden als Immunsuppressiva eingesetzt.

Fachgebiete: Pharmakologie

Diese Seite wurde zuletzt am 24. November 2018 um 23:05 Uhr bearbeitet.

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