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Selbstverletzendes Verhalten

Version vom 17. Dezember 2013, 03:36 Uhr von Danny Siwek (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: SVV, autoaggressives Verhalten, Autoaggression

1 Definition

Mit dem Begriff selbstverletzendes Verhalten, kurz SVV, beschreibt man eine Gruppe von Verhaltensstörungen, bei denen sich betroffene Menschen absichtlich Verletzungen bzw. Wunden zufügen, wie z.B. das Schlagen des Kopfes gegen eine Wand, oder das Aufschneiden der Haut mit scharfen Gegenständen.


2 Hintergrund

Meist sind die Verletzungen nur oberflächlich, in schwereren Fällen müssen die Wunden genäht werden, oder es wurden mit Hilfe stumpfer Gegenstände dem eigenem Körper Schäden in Form von Knochenbrüchen beigebracht.

Bei autoaggressivem Verhalten spüren viele Betroffene keinen Schmerz, ja sogar eine Art Glücksgefühl, was wiederum dazu führen kann, dass sich die Verhaltensstörung verstärkt, ähnlich wie bei einer Abhängigkeit. Grundlage dafür ist die Ausschütung von Endorphinen im Gehirn - je öfter eine Verletzung stattfindet, desto heftiger muss sie werden, um das gewünschte Gefühl zu erreichen.

Betroffene schildern dieses Gefühl häufig als Erleichterung oder Beruhigung.

Diese Seite wurde zuletzt am 11. Juli 2019 um 12:37 Uhr bearbeitet.

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