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Sclerostin

Version vom 25. April 2017, 14:38 Uhr von Daniel Wessling (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Sclerostin ist ein Glykoprotein, welches die Osteogenese hemmt und in Abhängigkeit der mechanischen Belastung des Knochens sezerniert wird. Je geringer die Belastung, desto höher die Sclerostin-Sekretion. Dies erklärt den zunehmenden Schwund der Knochenmasse bei langer Inaktivität (z.B. bei Bettlägerigkeit).

2 Biochemie

Sclerostin ist das Produkt des SOST-Gens. Es kann den LPR5/6-Rezeptor (Low-density lipoprotein receptor-related protein 5) binden und somit den Wnt-Signalweg inhibieren. Das wiederum führt zur Inhibition der Osteogenese. Die Beeinflussung des Wnt-Signalweges führt möglicherweise zu einem BMP-Antagonismus (bone morphogenetic protein). Die BMPs stellen eine Gruppe verschiedener Wachstumsfaktoren dar, die unter anderem auch das Knochenwachstum induzieren.

3 Herkunft

Chondrozyten und Osteozyten produzieren Sclerostin und regulieren so die Osteoblastenaktivität und damit das Knochenwachstum.

4 Sclerostose

Bei eingeschränkter Funktion oder dem Verlust der Sclerostin-Funktion kommt es zu einem übermäßigen Knochenwachstum. Vor allem am Schädelknochen kommt es dadurch zu Fehlbildungen und zur Erhöhung des Hirndrucks. Die Hirndruck-Erhöhung kann tödlich sein. Zudem kann es zur Kompression und damit auch zur Schädigung der Hirnnerven kommen.

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Fachgebiete: Biochemie

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