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Schwarze Tollkirsche: Unterschied zwischen den Versionen

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''Synonym: Atropa belladonna''
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''Synonym: Echte Tollkirsche, Tollkraut, Schlafbeere, etc.''<br>
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'''''Englisch''': deadly nightshade''
  
 
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Die '''schwarze Tollkirsche''' gehört zu den Nachtschattengewächsen (Solanacea). Ihre Pflanzenteile enthalten große Mengen [[Alkaloid]]e, die zu [[Vergiftung]]en führen können.
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Die '''Schwarze Tollkirsche''' ist eine [[Giftpflanze|Gift-]] und [[Arzneipflanze]] aus der Familie der [[Nachtschattengewächs]]e (Solanaceae). Die botanische Bezeichnung lautet ''Atropa belladonna''.
  
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Die bis 1,50 m hohen Stauden sind aufrecht wachsende Pflanzen, die von Juli bis August, teilweise bis September grünlich- bis violettbraune, glockenförmige, nickende Blüten tragen. Die Früchte sind glänzendschwarze, kugelige Beeren mit violetten Saft. Die Laubblätter sind eiförmig bis elliptisch, im oberen Teil gepaart.
 
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==Merkmale==
 
Die bis 1,50 m hohen Stauden sind aufrecht wachsende Pflanzen, die von Juli bis September grünlich-bräunliche, glockenförmige Blüten tragen. Die Früchte sind glänzendschwarze kugelige Beeren mit violetten Saft.
 
  
 
==Medizinische Bedeutung==
 
==Medizinische Bedeutung==
Sowohl die Wurzeln, die Blätter, als auch die Früchte der schwarzen Tollkirsche enthalten Alkaloide, die  in Konzentrationen bis zu 1,5 % vorliegen können. Den größten Anteil stellt dabei das [[Hyoscyamin]] (Atropin), daneben finden sich [[Apoatropin]] und [[Scopolamin]]. In kleineren Mengen kommen [[Tropin]], [[Tropinon]], [[Pseudotropin]] und weitere Alkaloide (z.B. [[Hygrin]]) vor.
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Sowohl die Wurzeln, die Blätter, als auch die Früchte der schwarzen Tollkirsche enthalten [[Alkaloid]]e ([[Tropanalkaloid]]e), die  in Konzentrationen bis zu 1,5 % vorliegen können. Die Hauptalkaloide sind L-[[Hyoscyamin]] und [[Atropin]], daneben finden sich [[Apoatropin]] und [[Scopolamin]]. Der [[Wirkmechanismus|Hauptwirkmechanismus]] dieser Substanzen ist ein [[Antagonist|Antagonismus]] an [[Muskarinrezeptor]]en. In kleineren Mengen kommen weitere Alkaloide (z.B. [[Hygrin]]) sowie [[Tropin]], [[Tropinon]], [[Pseudotropin]] vor.
  
 
Der Verzehr von Pflanzenteilen wirkt [[halluzinogen]] und erzeugt Rausch- und Wahnzustände. Zu den Vergiftungserscheinungen zählen [[Übelkeit]], [[Erbrechen]], [[Mundtrockenheit]], [[Tachykardie]] und [[Mydriasis]]. Höhere Dosen führen zum [[Koma]] und zum [[Tod]] durch [[Atemstillstand|Atem]]- und [[Herzstillstand]].  
 
Der Verzehr von Pflanzenteilen wirkt [[halluzinogen]] und erzeugt Rausch- und Wahnzustände. Zu den Vergiftungserscheinungen zählen [[Übelkeit]], [[Erbrechen]], [[Mundtrockenheit]], [[Tachykardie]] und [[Mydriasis]]. Höhere Dosen führen zum [[Koma]] und zum [[Tod]] durch [[Atemstillstand|Atem]]- und [[Herzstillstand]].  
  
Die Vergiftung erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung. Das Antidot ist [[Physostigmin]], ein [[Cholinesterasehemmer]].
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Die Vergiftung erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung. Als Antidot kann [[Physostigmin]] (ein [[Cholinesterasehemmer]]) verabreicht werden.
 
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[[Tag:Solanaceae]]
 
[[Tag:Tollkirsche]]
 
[[Tag:Tollkirsche]]

Version vom 20. August 2016, 19:15 Uhr

Synonym: Echte Tollkirsche, Tollkraut, Schlafbeere, etc.
Englisch: deadly nightshade

1 Definition

Die Schwarze Tollkirsche ist eine Gift- und Arzneipflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die botanische Bezeichnung lautet Atropa belladonna.

2 Merkmale

Die bis 1,50 m hohen Stauden sind aufrecht wachsende Pflanzen, die von Juli bis August, teilweise bis September grünlich- bis violettbraune, glockenförmige, nickende Blüten tragen. Die Früchte sind glänzendschwarze, kugelige Beeren mit violetten Saft. Die Laubblätter sind eiförmig bis elliptisch, im oberen Teil gepaart.

3 Medizinische Bedeutung

Sowohl die Wurzeln, die Blätter, als auch die Früchte der schwarzen Tollkirsche enthalten Alkaloide (Tropanalkaloide), die in Konzentrationen bis zu 1,5 % vorliegen können. Die Hauptalkaloide sind L-Hyoscyamin und Atropin, daneben finden sich Apoatropin und Scopolamin. Der Hauptwirkmechanismus dieser Substanzen ist ein Antagonismus an Muskarinrezeptoren. In kleineren Mengen kommen weitere Alkaloide (z.B. Hygrin) sowie Tropin, Tropinon, Pseudotropin vor.

Der Verzehr von Pflanzenteilen wirkt halluzinogen und erzeugt Rausch- und Wahnzustände. Zu den Vergiftungserscheinungen zählen Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Tachykardie und Mydriasis. Höhere Dosen führen zum Koma und zum Tod durch Atem- und Herzstillstand.

Die Vergiftung erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung. Als Antidot kann Physostigmin (ein Cholinesterasehemmer) verabreicht werden.

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