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Schmerzanamnese

Version vom 29. Januar 2021, 19:38 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Schmerzgeschichte
Englisch: pain history

1 Definition

Die Schmerzanamnese beschreibt die Erhebung der Patientenvorgeschichte (Anamnese) in Bezug auf Schmerzen. Sie ist vor allem bei der Behandlung chronischer Schmerzen von Bedeutung. Ein wichtiger Teil der Schmerzanamnese ist der Versuch, subjektiv wahrgenommene Schmerzen zu quantifizieren. Hierfür stehen eine Reihe von Hilfsmitteln, vorrangig in Form von Schmerzskalen zur Verfügung.

2 Elemente

2.1 OPQRST-Anamnese

Ein bekanntes Schema der Schmerzanamnese ist das OPQRST-Schema, das seinen Ursprung in der Notfallmedizin hat. Die Buchstaben OPQRST sind ein Akronym für folgende Fragestellungen:

  • Onset?
  • Provocation / Palliation?
  • Quality?
  • Radiation?
  • Severity?
  • Time?

2.2 Schmerz-Skalen

Durch verschiedene Skalen kann der Untersucher eine semiquantitative Einordnung der Schmerzintensität vornehmen. Beispiele sind:

2.3 Schmerztagebuch

Bei chronischem Schmerzverlauf kann es sinnvoll sein ein sogenanntes Schmerztagebuch zu führen. Dabei hat der Patient die Möglichkeit seine empfundenen Schmerzen über den gesamten Tagesverlauf mit Anmerkungen der Tätigkeiten etc. zu führen. Dieses Tagebuch kann Rückschlüsse auf ggf. schmerzauslösende oder schmerzfördernde Lebensgewohnheiten des Patienten geben und wird vom Arzt nach Ablauf einer Zeit ausgewertet und interpretiert.

3 Quellen

  • Duale Reihe Anästhesie, 4. Auflage, Georg Thieme Verlag, S. 597-600 1,2,3

Tags:

Fachgebiete: Anästhesiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Januar 2021 um 19:38 Uhr bearbeitet.

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