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Schlaf

Version vom 7. Februar 2005, 00:51 Uhr von Nicht mehr aktiv :-( (Diskussion | Beiträge)

Definition
  • Der Schlaf ist ein immer schnell reversibler Zustand verminderten Bewusstseins und existiert bei allen Säugetieren und wahrscheinlich allen Wirbeltieren.
  • Es lassen sich im EEG typische elektrophysiologische Aktivitäten des Gehirns nachweisen.
  • Ein Mensch verschläft ca. 1/3 seines gesamten Lebens.
  • Das schlafende Individuum hat eine reduzierte Aufnahme- und Antwortbereitschaft für / auf die Umgebungsreize und somit ein geringeres Interaktionspotential mit der Umwelt, reduzierte Stoffwechselvorgänge und erniedrigte Körperkerntemperatur.
  • Es lassen sich charakteristische und rhythmisch auftretende Schlafzyklen sowie alterstypische Schlafprofile definieren.


1 Schlafbedürfnis

  • Erwachsene: ca. 7 Stunden
  • Jugendliche: ca. 9 Stunden
  • Kleinkinder: ca. 16 Stunden
Ältere Menschen schlafen weniger tief und selten durch. Die gesamte Schlaflänge entspricht der junger Erwachsener.
Aus Schlafmangel resultiert eine längere Reaktionszeit, vermindertes Konzentrations- und Urteilsvermögen, Gedächnisstörungen, Stimmungsschwankungen und sogar Halluzinationen; der versäumte Schlaf wird in den folgenden Nächten nachgeholt. Der längste unter klinischen Bedingungen dokumentierte permanente Schlafentzug betrug 11 Tage und konnte ohne negative Folgen für die Probanden innerhalb 5 Tage nachgeholt werden.

2 Funktion des Schlafens

Die wirklichen Gründe sind noch nicht wirklich bekannt, sind wir doch verletzlich und erbringen keine Leistung, wenn wir schlafen.
Potentielle Gründe sind jedoch:
  • Auffüllen der Energiereserven, z.B. Glykogen im Gehirn
  • Energieersparnis, die Nächte sind meistens kälter!
  • Stärkung des Immunsystems, Ratten entwickeln nach komplettem Schlafentzug schwere Infektionen.

3 molekulare Schlafgrundlagen

Schlaf bedeutet in keinster Weise eine einfache Reduktion der Gehirnfunktionen, vielmehr handelt es sich um ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Zentren, deren Aktivität abhängig sich vom Wachheitsgrad oder Schlafphase periodisch ändert. Nur so kann die lebensnotwendige Anpassung an einen 24 Stunden - Tag erfolgen.

Tags:

Fachgebiete: Neurologie, Psychiatrie

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