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Schizophrenia simplex: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Schizophrenia simplex''' bezeichnet man den chronischen Verlauf einer [[Schizophrenie]] mit gering ausgeprägten formalen [[Denkstörung]]en, Antriebs- und [[Affekt]]verlust, sowie [[Apathie]] gegenüber der realen Welt.
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Die '''Schizophrenia simplex''' ist einer der traditionellen Subtypen der [[Schizophrenie]].
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Die klinische Symptomatik ist geprägt durch eine [[chronisch]] fortschreitende Entwicklung einer [[Negativsymptomatik]] von Beginn der Erkrankung an, d.h. ''ohne'' vorheriges Vorhandensein von  produktiver [[psychotisch]]er Symptomatik bzw. [[Positivsymptomatik]].
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Dabei zeigt sich eine zunehmend ausgeprägte Herabsetzung bzw. Verarmung von [[Affekt]], [[Antrieb]], [[Psychomotorik]], [[Denken]] und [[Kognition]]: Das emotionale Erleben ist eingeschränkt, Mangel an Interesse und Initiative führt zu Rückzug aus der Außenwelt. Die Patienten erscheinen in [[Mimik]] und [[Gestik]] wenig lebhaft, sind im Denken einfallslos. Konzentration und Aufmerksamkeit sind erschwert.
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==Besonderheiten und Therapie==
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Die Schizophrenia simplex gilt als sehr seltene Schizophrenie-Form mit ungünstiger [[Prognose]] bzw. [[irreversibel|irreversiblem]] Verlauf, der oftmals zu sozialer Isolation und beruflichem Abstieg führt.
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Dementsprechend gibt es kaum konkrete Therapiekonzepte. Atypische [[Antipsychotikum|Antipsychotika]] gelten bei Negativsymptomatik als wirksam. Einziges in der Indikation "primär negative Zustände" zugelassenes Antipsychotikum ist [[Amisulprid]].
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==Differentialdiagnosen==
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Wichtige Differentialdiagnosen sind:
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* [[Schizophrenes Residuum]]
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* Schizotype Störung bzw. [[Schizotype Persönlichkeitsstörung]]
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* [[Schizoide Persönlichkeitsstörung]]
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* Depressive Episode bzw. [[Depression]]
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* Organisch bedingte psychische Störungen
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[[Fachgebiet:Psychiatrie]]
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[[Tag:Schizophrenie]]

Aktuelle Version vom 24. Februar 2013, 11:05 Uhr

1 Definition

Die Schizophrenia simplex ist einer der traditionellen Subtypen der Schizophrenie.

2 Symptomatik

Die klinische Symptomatik ist geprägt durch eine chronisch fortschreitende Entwicklung einer Negativsymptomatik von Beginn der Erkrankung an, d.h. ohne vorheriges Vorhandensein von produktiver psychotischer Symptomatik bzw. Positivsymptomatik.

Dabei zeigt sich eine zunehmend ausgeprägte Herabsetzung bzw. Verarmung von Affekt, Antrieb, Psychomotorik, Denken und Kognition: Das emotionale Erleben ist eingeschränkt, Mangel an Interesse und Initiative führt zu Rückzug aus der Außenwelt. Die Patienten erscheinen in Mimik und Gestik wenig lebhaft, sind im Denken einfallslos. Konzentration und Aufmerksamkeit sind erschwert.

3 Besonderheiten und Therapie

Die Schizophrenia simplex gilt als sehr seltene Schizophrenie-Form mit ungünstiger Prognose bzw. irreversiblem Verlauf, der oftmals zu sozialer Isolation und beruflichem Abstieg führt.

Dementsprechend gibt es kaum konkrete Therapiekonzepte. Atypische Antipsychotika gelten bei Negativsymptomatik als wirksam. Einziges in der Indikation "primär negative Zustände" zugelassenes Antipsychotikum ist Amisulprid.

4 Differentialdiagnosen

Wichtige Differentialdiagnosen sind:

Fachgebiete: Psychiatrie

Diese Seite wurde zuletzt am 23. Februar 2013 um 23:22 Uhr bearbeitet.

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