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Schildzecken ist die Freilandzeckenfamilie schlechthin und gehört zu den bedeutesten Familien in der Parasitologie von Human- und Veterinärmedizin. Rein morphologisch kennzeichnen diese sich durch folgende Eigenschaften:
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'''Schildzecken''' ist die Freilandzeckenfamilie schlechthin und gehört zu den bedeutesten Familien in der Parasitologie von Human- und Veterinärmedizin. Rein morphologisch kennzeichnen diese sich durch folgende Eigenschaften:
 
*Scutum, ein dorsales Schild
 
*Scutum, ein dorsales Schild
 
*Mundwerkzeuge von dorsal sichtbar
 
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*typische Freilandzecke
 
*typische Freilandzecke
 
*Jedes Entwicklungsstadium suagt einmal über einen längeren Zeitraum Blut
 
*Jedes Entwicklungsstadium suagt einmal über einen längeren Zeitraum Blut
*ein einziges Nymphenstadium
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*ein einziges [[Nymphe]]nstadium
 
*Einmalige Eiablage
 
*Einmalige Eiablage
  
 
== Hautpvertreter ==
 
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Die Hauptgattungen dieser Familie sind: Ixodes (I), Dermacentor (D) und Rhipicephalus (R).  
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Die Hauptgattungen dieser Familie sind: [[Ixodes]] (I), [[Dermacentor]] (D) und [[Rhipicephalus]] (R).  
  
 
== Lebensraum ==
 
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Sie sind temporär-permanent an der Haut, was man auch als Poolfeeder bezeichnet. Man findet diese in Mitteleuropa vorallem im Freiland oder auch als Indoor-Zecke, wie bei Rhipicephalus.
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Sie sind temporär-permanent an der [[Haut]], was man auch als Poolfeeder bezeichnet. Man findet diese in Mitteleuropa vorallem im Freiland oder auch als Indoor-Zecke, wie bei Rhipicephalus.
  
 
== Wirt ==
 
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Sie besitzen ein sehr breites Wirtsprektum. Evolutionär betrachtet gibt es zwei Gruppen, unseletive und selektive Zecken in dieser Gruppe.
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Sie besitzen ein sehr breites [[Wirt]]sprektum. Evolutionär betrachtet gibt es zwei Gruppen, unseletive und selektive Zecken in dieser Gruppe.
  
 
== Vorkommen ==
 
== Vorkommen ==
I, D kommen in der Regel in Mitteleuropa vpr und bevorzugen es feucht schattig im Unterholz, an Waldrändern oder an Lichtungen. D sitzt vor allem am Tier, an Schaf und Ziege, zeilweise aber auch and Hund. R befällt vor allen in den Subtropen Hunde und stellt somit die häufigste Hundezecke weltweit dar.
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I, D kommen in der Regel in Mitteleuropa vpr und bevorzugen es feucht schattig im Unterholz, an Waldrändern oder an Lichtungen. D sitzt vor allem am Tier, an [[Schaf]] und [[Ziege]], zeilweise aber auch and [[Hund]]. R befällt vor allen in den Subtropen Hunde und stellt somit die häufigste [[Hundezecke]] weltweit dar.
  
 
== Morphologie ==
 
== Morphologie ==
 
*Scutum, Schild
 
*Scutum, Schild
 
* Größe ungesogen unter 50 mm, gesogen um 100 mm
 
* Größe ungesogen unter 50 mm, gesogen um 100 mm
*Typische Strukturen: Hypostom, Hallersches Organ, Rückenschild
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*Typische Strukturen: Hypostom, [[Hallersches Organ]], Rückenschild
  
 
==Entwicklung ==
 
==Entwicklung ==
Die Entwicklung findet dreiwirtig statt, von Ei zu Nymphe über Larve zum Adulten. Die Larven zeigen nur 3 Beinpaare, die Adulten 4. Das Weibchen gibt massenhaft Eier ab, sogar beim Zerquetschen. Ein Zyklus dauert ungefähr 1-2 Jahre, bei R nur 10 Wochen. Die Aktivitätsmaxima sind im Frühling bis Spätsommer. Zecken fallen generell nicht von Bäumen, sondern sitzen in Lauerstellung mit dem ersten Beinpaar ausgestreckt auf den Gräsern.  
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Die Entwicklung findet dreiwirtig statt, von Ei zu Nymphe über Larve zum Adulten. Die [[Larve]]n zeigen nur 3 Beinpaare, die Adulten 4. Das Weibchen gibt massenhaft Eier ab, sogar beim Zerquetschen. Ein [[Zyklus]] dauert ungefähr 1-2 Jahre, bei R nur 10 Wochen. Die Aktivitätsmaxima sind im Frühling bis Spätsommer. Zecken fallen generell nicht von Bäumen, sondern sitzen in Lauerstellung mit dem ersten Beinpaar ausgestreckt auf den Gräsern.  
  
 
== Pathogenese ==
 
== Pathogenese ==
  
Man findet nach einem Zeckenbiss eine lokale Hautschwellung vor. Generell ist eine Zecke nur eine Belästigung durch den Blutentzug, kann aber auch als Vektor Krankheiten wie FSME übertragen.
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Man findet nach einem Zeckenbiss eine lokale Hautschwellung vor. Generell ist eine Zecke nur eine Belästigung durch den Blutentzug, kann aber auch als Vektor Krankheiten wie [[FSME]] übertragen.
  
 
==Klinik in der Veterinärmedizin ==
 
==Klinik in der Veterinärmedizin ==
  
Bei extremen Befall kann es zu enormen Folgeerkrankungen durch übertragene Erreger kommen, wie Babesiose oder auch Borreliose.
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== Bekämpfung ==
 
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In der Regel erfolgt die mechanische Entfernung duch ein spezielle Zeckenzange oder auch eine Pinzette am Hypostom. Oft geben aber auch Akarizide, Halsbänder mit Pyrethroide, Amitraz einen guten Schutz. Expositionsvermeidung wäre ebenso eine Option, d.h die Habitate werden umgangen. Bei R finden wir auch oft die Entwesung vor.
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In der Regel erfolgt die mechanische Entfernung duch ein spezielle Zeckenzange oder auch eine Pinzette am Hypostom. Oft geben aber auch [[Akarizid]]e, Halsbänder mit Pyrethroide, Amitraz einen guten Schutz. Expositionsvermeidung wäre ebenso eine Option, d.h die Habitate werden umgangen. Bei R finden wir auch oft die Entwesung vor.
  
 
Generell sollte man Zecken nicht versuchen mit Öl oder ähnlichem zu entfernen, dies kann zu einer vermehrten Abgabe an Speichel und damit zu einer größeren Wahrscheinlichkeit der Erregerübertragung führen. Bei Wildtieruntersuchungen sollte man daraufachten, dass zum Beispiel beim Igel eine große Ähnlickeit zu den Zitzen besteht. Zecken immer vorsichtig und ohne Stress entfernen.
 
Generell sollte man Zecken nicht versuchen mit Öl oder ähnlichem zu entfernen, dies kann zu einer vermehrten Abgabe an Speichel und damit zu einer größeren Wahrscheinlichkeit der Erregerübertragung führen. Bei Wildtieruntersuchungen sollte man daraufachten, dass zum Beispiel beim Igel eine große Ähnlickeit zu den Zitzen besteht. Zecken immer vorsichtig und ohne Stress entfernen.

Version vom 19. Juli 2012, 22:26 Uhr

Lateinisch: Ixodidae


1 Definition

Schildzecken ist die Freilandzeckenfamilie schlechthin und gehört zu den bedeutesten Familien in der Parasitologie von Human- und Veterinärmedizin. Rein morphologisch kennzeichnen diese sich durch folgende Eigenschaften:

  • Scutum, ein dorsales Schild
  • Mundwerkzeuge von dorsal sichtbar
  • typische Freilandzecke
  • Jedes Entwicklungsstadium suagt einmal über einen längeren Zeitraum Blut
  • ein einziges Nymphenstadium
  • Einmalige Eiablage

2 Hautpvertreter

Die Hauptgattungen dieser Familie sind: Ixodes (I), Dermacentor (D) und Rhipicephalus (R).

3 Lebensraum

Sie sind temporär-permanent an der Haut, was man auch als Poolfeeder bezeichnet. Man findet diese in Mitteleuropa vorallem im Freiland oder auch als Indoor-Zecke, wie bei Rhipicephalus.

4 Wirt

Sie besitzen ein sehr breites Wirtsprektum. Evolutionär betrachtet gibt es zwei Gruppen, unseletive und selektive Zecken in dieser Gruppe.

5 Vorkommen

I, D kommen in der Regel in Mitteleuropa vpr und bevorzugen es feucht schattig im Unterholz, an Waldrändern oder an Lichtungen. D sitzt vor allem am Tier, an Schaf und Ziege, zeilweise aber auch and Hund. R befällt vor allen in den Subtropen Hunde und stellt somit die häufigste Hundezecke weltweit dar.

6 Morphologie

  • Scutum, Schild
  • Größe ungesogen unter 50 mm, gesogen um 100 mm
  • Typische Strukturen: Hypostom, Hallersches Organ, Rückenschild

7 Entwicklung

Die Entwicklung findet dreiwirtig statt, von Ei zu Nymphe über Larve zum Adulten. Die Larven zeigen nur 3 Beinpaare, die Adulten 4. Das Weibchen gibt massenhaft Eier ab, sogar beim Zerquetschen. Ein Zyklus dauert ungefähr 1-2 Jahre, bei R nur 10 Wochen. Die Aktivitätsmaxima sind im Frühling bis Spätsommer. Zecken fallen generell nicht von Bäumen, sondern sitzen in Lauerstellung mit dem ersten Beinpaar ausgestreckt auf den Gräsern.

8 Pathogenese

Man findet nach einem Zeckenbiss eine lokale Hautschwellung vor. Generell ist eine Zecke nur eine Belästigung durch den Blutentzug, kann aber auch als Vektor Krankheiten wie FSME übertragen.

9 Klinik in der Veterinärmedizin

Bei extremen Befall kann es zu enormen Folgeerkrankungen durch übertragene Erreger kommen, wie Babesiose oder auch Borreliose.

10 Diagnose

Makroskopisch sind die Stadien gut im Fell oder an der Haut zu erkennen.

11 Bekämpfung

In der Regel erfolgt die mechanische Entfernung duch ein spezielle Zeckenzange oder auch eine Pinzette am Hypostom. Oft geben aber auch Akarizide, Halsbänder mit Pyrethroide, Amitraz einen guten Schutz. Expositionsvermeidung wäre ebenso eine Option, d.h die Habitate werden umgangen. Bei R finden wir auch oft die Entwesung vor.

Generell sollte man Zecken nicht versuchen mit Öl oder ähnlichem zu entfernen, dies kann zu einer vermehrten Abgabe an Speichel und damit zu einer größeren Wahrscheinlichkeit der Erregerübertragung führen. Bei Wildtieruntersuchungen sollte man daraufachten, dass zum Beispiel beim Igel eine große Ähnlickeit zu den Zitzen besteht. Zecken immer vorsichtig und ohne Stress entfernen.

Diese Seite wurde zuletzt am 3. November 2016 um 13:52 Uhr bearbeitet.

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