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Schürzengriff: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Der '''Schürzengriff''' wird in der [[Orthopädie]] und der [[Neurologie]] zur Feststellung eines [[Innenrotation]]s- und [[Adduktion]]sdefizites der [[Schulter]] verwendet. Er ist ein unspezifischer Bewegungstest zur Überprüfung der [[Schulter]]beweglichkeit.
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Der '''Schürzengriff''' wird in der [[Orthopädie]] und der [[Neurologie]] zur Feststellung eines [[Innenrotation]]s- und [[Adduktion]]sdefizites der [[Schulter]] verwendet. Er ist ein unspezifischer Bewegungstest zur Überprüfung der [[Bewegungsamplitude|Gelenkbeweglichkeit]].
  
 
== Durchführung ==
 
== Durchführung ==
Der Schürzengriff kann bei stehendem oder sitzendem Patienten durchgeführt werden. Dabei wird der Patient dazu angewiesen seinen Arm nach hinten und innen zu drehen, so als ob er eine Schürze zubinden wollte. Der Griff kann aktiv durch den Patienten selbst oder auch passiv durch den Untersucher ausgeführt werden, der dann die [[Hand]] des Patienten entsprechend bewegen soll. Wenn der Patient mit den Handrücken den 7. [[Brustwirbel]] berühren kann, so kann von einem normalem Bewegungsausmaß ausgegangen werden. Das erreichte Bewegungsausmaß ist jedoch altersabhängig und sollte mit den [[Normwert]]en verglichen werden.
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Der Schürzengriff kann bei stehendem oder sitzendem [[Patient]]en durchgeführt werden. Dabei wird der Patient dazu angewiesen seinen [[Arm]] nach hinten und innen zu drehen, so als ob er eine Schürze zubinden wollte. Der Griff kann aktiv durch den Patienten selbst oder auch passiv durch den Untersucher ausgeführt werden, der dann die [[Hand]] des Patienten entsprechend bewegen soll. Wenn der Patient mit den Handrücken den 7. [[Brustwirbel]] berühren kann, so kann von einem normalem Bewegungsausmaß ausgegangen werden. Das erreichte Bewegungsausmaß ist jedoch altersabhängig und sollte mit den [[Normwert]]en verglichen werden.
Der Schürzengriff überprüft die Funktion des [[Schultergelenk]]s (articulatio glenohumeralis), des gesamten [[Schultergürtel]]s, des [[Ellenbogengelenk]]s, des [[Handgelenk]]s und des [[Daumen]]s. Der Test gilt als unspezifisch, da Funktionseinschränkungen eines Gelenks jeweils durch ein anderes kompensiert werden können und deswegen ein falscher Eindruck entstehen kann. Er wird meist in Kombination mit dem [[Nackengriff]] getestet.  
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Der Schürzengriff überprüft die Funktion des [[Schultergelenk]]s (articulatio glenohumeralis), des gesamten [[Schultergürtel]]s, des [[Ellenbogengelenk]]s, des [[Handgelenk]]s und des [[Daumen]]s. Der Test gilt als vergleichsweise unspezifisch, da Funktionseinschränkungen eines Gelenks jeweils durch ein anderes kompensiert werden können und deswegen ein falscher Eindruck entstehen kann. Er wird meist in Kombination mit dem [[Nackengriff]] getestet.
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==Interpretation==
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Obwohl es sich um einen [[global]]en [[klinischer Test|klinischen Test]] handelt, dient der Schürzengriff vor allem der Beurteilung der Funktion der [[Innenrotation|Innenrotatoren]] und [[Adduktor]]en des Schultergelenks und somit insbesondere des [[Musculus subscapularis]], des wichtigsten Innenrotators der [[Rotatorenmanschette]]. Seitendifferenzen können auf [[Muskel]]- oder [[Nerv]]enschäden in der eingeschränkten [[Extremität]] hinweisen.
  
 
== Kontraindikationen ==
 
== Kontraindikationen ==

Aktuelle Version vom 25. Januar 2018, 18:41 Uhr

Synonym: Innenrotationstest der Schulter
Englisch: Apley's scratch test, spinous process reach Test

1 Definition

Der Schürzengriff wird in der Orthopädie und der Neurologie zur Feststellung eines Innenrotations- und Adduktionsdefizites der Schulter verwendet. Er ist ein unspezifischer Bewegungstest zur Überprüfung der Gelenkbeweglichkeit.

2 Durchführung

Der Schürzengriff kann bei stehendem oder sitzendem Patienten durchgeführt werden. Dabei wird der Patient dazu angewiesen seinen Arm nach hinten und innen zu drehen, so als ob er eine Schürze zubinden wollte. Der Griff kann aktiv durch den Patienten selbst oder auch passiv durch den Untersucher ausgeführt werden, der dann die Hand des Patienten entsprechend bewegen soll. Wenn der Patient mit den Handrücken den 7. Brustwirbel berühren kann, so kann von einem normalem Bewegungsausmaß ausgegangen werden. Das erreichte Bewegungsausmaß ist jedoch altersabhängig und sollte mit den Normwerten verglichen werden. Der Schürzengriff überprüft die Funktion des Schultergelenks (articulatio glenohumeralis), des gesamten Schultergürtels, des Ellenbogengelenks, des Handgelenks und des Daumens. Der Test gilt als vergleichsweise unspezifisch, da Funktionseinschränkungen eines Gelenks jeweils durch ein anderes kompensiert werden können und deswegen ein falscher Eindruck entstehen kann. Er wird meist in Kombination mit dem Nackengriff getestet.

3 Interpretation

Obwohl es sich um einen globalen klinischen Test handelt, dient der Schürzengriff vor allem der Beurteilung der Funktion der Innenrotatoren und Adduktoren des Schultergelenks und somit insbesondere des Musculus subscapularis, des wichtigsten Innenrotators der Rotatorenmanschette. Seitendifferenzen können auf Muskel- oder Nervenschäden in der eingeschränkten Extremität hinweisen.

4 Kontraindikationen

  • frische Fraktur
  • st.p. Naht der Subskapularissehne (aktiver Innenrotator)
  • st.p. Naht der Außenrotatoren (passive Rotation)

Fachgebiete: Neurologie, Orthopädie

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