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Sauerstoffsättigung: Unterschied zwischen den Versionen

(Sauerstoffpartialdruck und -sättigung)
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Die normale Sauerstoffsättigung des gesunden Erwachsenen beträgt ca. 98%. Durch die Bestimmung der Sauerstoffsättigung kann eine [[respiratorische Insuffizienz]] diagnostiziert werden. Eine mangelnde Belüftung der [[Lunge]] kann unter anderem eine verringerte Sauerstoffsättigung des [[Arterie|arteriellen]] Blutes zur Folge haben.
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Die normale arterielle Sauerstoffsättigung des gesunden Erwachsenen beträgt ca. 98%. Durch die Bestimmung der Sauerstoffsättigung kann eine [[respiratorische Insuffizienz]] diagnostiziert werden. Eine mangelnde Belüftung der [[Lunge]] kann unter anderem eine verringerte Sauerstoffsättigung des [[Arterie|arteriellen]] Blutes zur Folge haben.
 
Der Blutsauerstoff ist zum größten Teil an [[Hämoglobin]] gebunden. Lediglich ein sehr geringer Anteil ist physikalisch gelöst (s. [[Hüfner-Zahl]]).
 
Der Blutsauerstoff ist zum größten Teil an [[Hämoglobin]] gebunden. Lediglich ein sehr geringer Anteil ist physikalisch gelöst (s. [[Hüfner-Zahl]]).
  
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Die Sauerstoffsättigung nimmt zwischen 0 und ca. 100 mmHg mit steigendem Sauerstoffpartialdruck (pO<sub>2</sub>) zu. Die Kurve, die diesen Zusammenhang beschreibt, nennt man Sauerstoffbindungskurve. Sie besitzt eine S-Form (sigmoider Verlauf). Die Kurve kann z.B. durch die Wertepaare für arterielles Blut (Sättigung 98%, pO<sub>2</sub> 100 mmHg) und für gemischt-venöses Blut (Sättigung 75%, pO<sub>2</sub> 40 mmHg) charakterisiert werden. Physiologisch hat die S-Form zur Folge, dass die Entsättigung des O<sub>2</sub>-beladenen Hämoglobins (bei der O<sub>2</sub>-Abgabe des Blutes im Gewebe) bereits bei pO<sub>2</sub> >> 0 weitgehend abgeschlossen ist. Dies hat den Vorteil, dass auch bei extremer Ausschöpfung des im Blut enthaltenen Sauerstoffs der Blut- und damit auch der Gewebs-pO<sub>2</sub> immer noch relativ hohe Werte aufweisen.
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Die Sauerstoffsättigung nimmt zwischen 0 und ca. 100 mmHg mit steigendem [[Sauerstoffpartialdruck]] (pO<sub>2</sub>) zu. Die Kurve, die diesen Zusammenhang beschreibt, nennt man [[Sauerstoffbindungskurve]]. Sie besitzt eine S-Form (sigmoider Verlauf). Die Kurve kann z.B. durch die Wertepaare für [[arteriell]]es Blut (Sättigung 98%, pO<sub>2</sub> 100 mmHg) und für [[gemischt-venös]]es Blut (Sättigung 75%, pO<sub>2</sub> 40 mmHg) charakterisiert werden. Physiologisch hat die S-Form zur Folge, dass die Entsättigung des O<sub>2</sub>-beladenen Hämoglobins bei der O<sub>2</sub>-Abgabe des Blutes im Gewebe bereits bei pO<sub>2</sub>-Werten >> 0 weitgehend abgeschlossen ist. Dies hat den Vorteil, dass auch bei extremer Ausschöpfung des im Blut enthaltenen Sauerstoffs der Blut- und damit auch der Gewebs-pO<sub>2</sub> immer noch relativ hohe Werte aufweisen.
  
==Formen der Sauerstoffsättigung==
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==Verschiedene Messorte und Messmethoden der Sauerstoffsättigung==
 
Die Sauerstoffsättigung kann in verschiedenen Abschnitten des [[Herz-Kreislauf-System]]s und mit verschiedenen Verfahren bestimmt werden. Man unterscheidet demnach:  
 
Die Sauerstoffsättigung kann in verschiedenen Abschnitten des [[Herz-Kreislauf-System]]s und mit verschiedenen Verfahren bestimmt werden. Man unterscheidet demnach:  
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Durch die Bestimmung der arteriellen Sauerstoffsättigung im Rahmen einer [[Blutgasanalyse]] oder durch [[Pulsoxymetrie]] können nicht nur Rückschlüsse auf die Funktion der Lunge gezogen werden, sondern durch die Bestimmung der Sättigung des [[Vene|venösen]] Blutes auch die aktuelle Durchblutung, Sauerstoffaufnahme und Stoffwechselaktivität des Gewebes beurteilt werden.  
 
Durch die Bestimmung der arteriellen Sauerstoffsättigung im Rahmen einer [[Blutgasanalyse]] oder durch [[Pulsoxymetrie]] können nicht nur Rückschlüsse auf die Funktion der Lunge gezogen werden, sondern durch die Bestimmung der Sättigung des [[Vene|venösen]] Blutes auch die aktuelle Durchblutung, Sauerstoffaufnahme und Stoffwechselaktivität des Gewebes beurteilt werden.  
  
In der [[Intensivmedizin]] ist vor allem die gemischtvenöse Sauertoffsättigung von Bedeutung, da diese Rückschlüsse auf das [[Herzzeitvolumen]] schließen lässt.
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In der [[Intensivmedizin]] ist vor allem die gemischtvenöse Sauerstoffsättigung von Bedeutung, da diese Rückschlüsse auf das [[Herzzeitvolumen]] zulässt.
 
[[Fachgebiet:Physiologie]]
 
[[Fachgebiet:Physiologie]]

Version vom 17. August 2011, 21:20 Uhr

Synonym: O2-Sättigung
Englisch: oxygen saturation

1 Definition

Der Begriff Sauerstoffsättigung, kurz sO2, beschreibt den Quotienten von im Blut vorhandenem Sauerstoff und maximaler Sauerstoffkapazität des Blutes in Prozent.

2 Physiologie

Die normale arterielle Sauerstoffsättigung des gesunden Erwachsenen beträgt ca. 98%. Durch die Bestimmung der Sauerstoffsättigung kann eine respiratorische Insuffizienz diagnostiziert werden. Eine mangelnde Belüftung der Lunge kann unter anderem eine verringerte Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes zur Folge haben. Der Blutsauerstoff ist zum größten Teil an Hämoglobin gebunden. Lediglich ein sehr geringer Anteil ist physikalisch gelöst (s. Hüfner-Zahl).

2.1 Sauerstoffpartialdruck und -sättigung

Der Sauerstoffpartialdruck (pO2) verhält sich proportional zur Sauerstoffsättigung. Dieses Verhältnis ist an der Sauerstoffsättigungskurve des Hämoglobins abzulesen, welche einen sigmoiden Verlauf hat. So ergibt sich folgendes Verhältnis:

Vorgeschlagene neue Fassung (Gerolf Gros):

Die Sauerstoffsättigung nimmt zwischen 0 und ca. 100 mmHg mit steigendem Sauerstoffpartialdruck (pO2) zu. Die Kurve, die diesen Zusammenhang beschreibt, nennt man Sauerstoffbindungskurve. Sie besitzt eine S-Form (sigmoider Verlauf). Die Kurve kann z.B. durch die Wertepaare für arterielles Blut (Sättigung 98%, pO2 100 mmHg) und für gemischt-venöses Blut (Sättigung 75%, pO2 40 mmHg) charakterisiert werden. Physiologisch hat die S-Form zur Folge, dass die Entsättigung des O2-beladenen Hämoglobins bei der O2-Abgabe des Blutes im Gewebe bereits bei pO2-Werten >> 0 weitgehend abgeschlossen ist. Dies hat den Vorteil, dass auch bei extremer Ausschöpfung des im Blut enthaltenen Sauerstoffs der Blut- und damit auch der Gewebs-pO2 immer noch relativ hohe Werte aufweisen.

3 Verschiedene Messorte und Messmethoden der Sauerstoffsättigung

Die Sauerstoffsättigung kann in verschiedenen Abschnitten des Herz-Kreislauf-Systems und mit verschiedenen Verfahren bestimmt werden. Man unterscheidet demnach:

Abkürzung Bedeutung
sO2 Sauerstoffsättigung allgemein
SaO2 arterielle Sauerstoffsättigung
SpO2 pulsoxymetrisch gemessene Sauerstoffsättigung
SvO2 venöse Sauerstoffsättigung
SzvO2 zentralvenöse (=gemischt-venöse) Sauerstoffsättigung

4 Klinische Relevanz

Durch die Bestimmung der arteriellen Sauerstoffsättigung im Rahmen einer Blutgasanalyse oder durch Pulsoxymetrie können nicht nur Rückschlüsse auf die Funktion der Lunge gezogen werden, sondern durch die Bestimmung der Sättigung des venösen Blutes auch die aktuelle Durchblutung, Sauerstoffaufnahme und Stoffwechselaktivität des Gewebes beurteilt werden.

In der Intensivmedizin ist vor allem die gemischtvenöse Sauerstoffsättigung von Bedeutung, da diese Rückschlüsse auf das Herzzeitvolumen zulässt.

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