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Sauerstoffsättigung: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 30. März 2013, 17:11 Uhr

Synonym: O2-Sättigung
Englisch: oxygen saturation

1 Definition

Der Begriff Sauerstoffsättigung, kurz sO2, beschreibt den Quotienten von im Blut vorhandenem Sauerstoff und maximaler Sauerstoffkapazität des Blutes in Prozent.

2 Physiologie

Die normale arterielle Sauerstoffsättigung des gesunden Erwachsenen beträgt ca. 98%. Durch die Bestimmung der Sauerstoffsättigung kann eine respiratorische Insuffizienz diagnostiziert werden. Eine mangelnde Belüftung der Lunge kann unter anderem eine verringerte Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes zur Folge haben. Der Blutsauerstoff ist zum größten Teil an Hämoglobin gebunden. Lediglich ein sehr geringer Anteil ist physikalisch gelöst (s. Hüfner-Zahl).

2.1 Sauerstoffpartialdruck und -sättigung

Die Sauerstoffsättigung nimmt zwischen 0 und ca. 100 mmHg mit steigendem Sauerstoffpartialdruck (pO2) zu. Die Kurve, die diesen Zusammenhang beschreibt (sO2 auf der Ordinate, pO2 auf der Abszisse), nennt man Sauerstoffbindungskurve. Sie besitzt eine S-Form (sigmoider Verlauf). Die Kurve kann z.B. durch die Wertepaare für arterielles Blut (Sättigung 98%, pO2 100 mmHg) und für gemischt-venöses Blut (Sättigung 75%, pO2 40 mmHg) charakterisiert werden. Physiologisch hat die S-Form zur Folge, dass die Entsättigung des O2-beladenen Hämoglobins bei der O2-Abgabe des Blutes im Gewebe bereits bei pO2-Werten >> 0 weitgehend abgeschlossen ist. Dies hat den Vorteil, dass auch bei extremer Ausschöpfung des im Blut enthaltenen Sauerstoffs der Blut- und damit auch der Gewebs-pO2 immer noch relativ hohe Werte aufweisen.

3 Verschiedene Messorte und Messmethoden der Sauerstoffsättigung

Die Sauerstoffsättigung kann in verschiedenen Abschnitten des Herz-Kreislauf-Systems und mit verschiedenen Verfahren bestimmt werden. Man unterscheidet demnach:

Abkürzung Bedeutung
sO2 Sauerstoffsättigung allgemein
SaO2 arterielle Sauerstoffsättigung
SpO2 partielle arterielle Sauerstoffsättigung
SvO2 venöse Sauerstoffsättigung
SzvO2 zentralvenöse (ungleich(!) gemischt-venöse) Sauerstoffsättigung

4 Klinische Relevanz

Durch die Bestimmung der arteriellen Sauerstoffsättigung im Rahmen einer Blutgasanalyse oder durch Pulsoxymetrie können nicht nur Rückschlüsse auf die Funktion der Lunge gezogen werden, sondern durch die Bestimmung der Sättigung des venösen Blutes auch die aktuelle Durchblutung, Sauerstoffaufnahme und Stoffwechselaktivität des Gewebes beurteilt werden.

In der Intensivmedizin ist vor allem die gemischtvenöse Sauerstoffsättigung von Bedeutung, da diese Rückschlüsse auf das Herzzeitvolumen zulässt.

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