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SISI-Test: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Der '''SISI-Test''' ist ein [[Audiometrie|audiometrische Methode]] der [[HNO-Heilkunde]], die zur Bestimmung des [[Recruitment]]s eingesetzt wird. Er erlaubt Rückschlüsse auf die Ursache einer [[Schallempfindungsschwerhörigkeit]]. SISI steht für "short increment sensitivity index".  
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Der '''SISI-Test''' ist eine [[Audiometrie|audiometrische Methode]] der [[HNO-Heilkunde]], die zur Bestimmung des [[Recruitment]]s eingesetzt wird. Er erlaubt Rückschlüsse auf die Ursache einer [[Schallempfindungsschwerhörigkeit]]. SISI steht für "short increment sensitivity index".  
  
 
Der SISI-Test zählt zur so genannten ''überschwelligen'' Audiometrie, da Lautstärkeschwankungen über der [[Hörschwelle]] verwendet werden.
 
Der SISI-Test zählt zur so genannten ''überschwelligen'' Audiometrie, da Lautstärkeschwankungen über der [[Hörschwelle]] verwendet werden.

Aktuelle Version vom 1. Dezember 2012, 10:10 Uhr

1 Definition

Der SISI-Test ist eine audiometrische Methode der HNO-Heilkunde, die zur Bestimmung des Recruitments eingesetzt wird. Er erlaubt Rückschlüsse auf die Ursache einer Schallempfindungsschwerhörigkeit. SISI steht für "short increment sensitivity index".

Der SISI-Test zählt zur so genannten überschwelligen Audiometrie, da Lautstärkeschwankungen über der Hörschwelle verwendet werden.

2 Durchführung

Dieser Test untersucht die Erkennbarkeit kleiner Lautstärkeschwankungen. Es werden dabei kleine Intensitätsunterschiede (Inkremente) im Pegelbereich der Erregung innerer Haarzellen detektiert. Der Patient wird aufgefordert, nach Gabe von Tönen, die für kurze Zeit lauter werden, anzugeben, wann er diesen Sprung hört. Dieser Sprung ist meist am Anfang der Untersuchung deutlich, später schlechter zu erkennen.

3 Bewertung

Normalhörende können 20 dB über der Hörschwelle keine Intensitätsänderungen von 1 dB erkennen. Ein Patient mit einer cochleären Schallempfindungsschwerhörigkeit kann im Gegensatz dazu 20 dB über der Hörschwelle solche Lautstärkeerhöhungen in der Regel sicher identifizieren. Das Ausmaß der Hörstörung sollte jedoch mindestens 40 dB betragen. Der SISI-Test ist also erst ab einer Hörschwelle von 40 dB oder mehr aussagekräftig. Liegen für die Schallempfindungsschwerhörigkeit retrokochleäre Ursachen vor, z.B. eine Schädigung des Hörnervs, werden die Intensitätsänderungen im SISI-Test nicht erkannt.

Das Ergebnis des Tests wird in Prozent der erkannten Lautstärkeerhöhungen angegeben. Bei Erkennungswerten zwischen 60-100% liegt ein positives Recruitment vor, bei Werten zwischen 0-15% ein negatives Recruitment. Im Übergangsbereich ist keine klare Aussage möglich.

Diese Seite wurde zuletzt am 25. Oktober 2012 um 14:03 Uhr bearbeitet.

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