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SIEA-Flap: Unterschied zwischen den Versionen

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Die [[Arteria epigastrica inferior]] ("inferior epigastric artery") ist ein am [[Leistenband]] abgehender Gefäßast der [[Arteria iliaca externa]]. In der angelsächsischen Nomenklatur wird diese Arterie gelegentlich auch als "deep inferior epigastric artery" bezeichnet. Die [[Arteria epigastrica superficialis]], die ein 1-3 cm unterhalb des Leistenbandes erfolgender Abgang der [[Arteria femoralis]] ist, wird dann dementsprechend als "superficial inferior epigastric artery" bezeichnet.
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Die [[Arteria epigastrica superficialis]] ist ein 1-3 cm unterhalb des Leistenbandes erfolgender Abgang der [[Arteria femoralis]]. Sie wird in der angelsächsischen Nomenklatur als "superficial inferior epigastric artery" bezeichnet.
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Die [[Arteria epigastrica inferior]] ("inferior epigastric artery") ist ein am [[Leistenband]] abgehender Gefäßast der [[Arteria iliaca externa]]. Man nennt sie im Englischen auch "deep inferior epigastric artery".
  
 
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Das Unterbauchfettgewebe wird gehoben und als Lappen in die Brustregion verlagert. Voraussetzung dafür ist, dass im Unterbauch genügend Gewebe vorhanden ist. Die Äste, die von den tiefen [[epigastrisch]]en [[Gefäß]]en (Arteria und Vena epigastrica superficialis) ausgehen, werden präpariert und anschließend mikrochirurgisch an der Brust [[Revaskularisation|revaskularisiert]]. Hierbei werden als Anschlussgefäße meist die [[Arteria thoracica interna|Arteria]] und [[Vena thoracica interna]] genutzt.  
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Vor der Operation werden die Blutgefäße mithilfe der [[Dopplersonografie]] aufgesucht und markiert.  
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Wie beim [[DIEP-Flap]] werden am Unterbauch zwei transversale Schnitte gesetzt, die jeweils auf die Spina iliaca anterior superior zulaufen. Der kaudale Schnitt läuft [[suprapubisch]] und entspricht von Schnittführung einer [[Sectio caesarea]]. Der kraniale Schnitt wird leicht bogenförmig oberhalb des [[Nabel]]s ausgeführt.
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Die oberflächlichen [[epigastrisch]]en [[Blutgefäß]]e (Arteria und Vena epigastrica superficialis) werden frei präpariert. Ihr Gefäßkaliber ist kleiner als der der tiefen epigastrischen Perforatorgefäße. Sie sind nicht in allen Fällen ausreichend kalibriert, so dass in manchen Fällen [[intraoperativ]] auf einen DIEP-Flap ausgewichen werden muss. Bei Patientinnen mit Zustand nach Sectio caesarea sind sie meist nicht auffindbar.
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Haut und Unterbauchfettgewebe werden nach erfolgreicher Präparation gehoben und als Lappen in die Brustregion verlagert. Hier werden die Gefäße anschließend mikrochirurgisch [[Anastomose|reanastomisiert]]. Als Anschlussgefäße nutzt man meist die [[Arteria thoracica interna|Arteria]] und [[Vena thoracica interna]].
  
 
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* keine Verletzung der [[Rektusscheide]] (vs. [[DIEP-Flap]])
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Postoperativ sollte für 6 Wochen eine Bauchbinde getragen werden, um der Entstehung von [[Hernie]]n vorzubeugen. Die Gefahr der Hernienbildung ist jedoch geringer als beim DIEP-Flap. Schwere körperliche Aktivitäten und [[Sport]] müssen für 6-8 Wochen vermieden werden.
 
[[Fachgebiet:Plastische u. ästhetische Chirurgie]]
 
[[Fachgebiet:Plastische u. ästhetische Chirurgie]]

Aktuelle Version vom 7. November 2020, 19:14 Uhr

Synonym: oberflächlicher inferiorer epigastrischer Perforatorlappen
Englisch: superficial inferior epigastric artery flap

1 Definition

SIEA-Flap ist eine Lappenplastik, die meist zur sekundären Brustrekonstruktion nach Ablatio mammae zum Einsatz kommt. Bei diesem rekonstruktiven Eingriff wird ausschließlich autologes Gewebe zur Wiederherstellung der Brust verwendet.

2 Nomenklatur

Die Arteria epigastrica superficialis ist ein 1-3 cm unterhalb des Leistenbandes erfolgender Abgang der Arteria femoralis. Sie wird in der angelsächsischen Nomenklatur als "superficial inferior epigastric artery" bezeichnet.

Die Arteria epigastrica inferior ("inferior epigastric artery") ist ein am Leistenband abgehender Gefäßast der Arteria iliaca externa. Man nennt sie im Englischen auch "deep inferior epigastric artery".

3 Vorgehen

Vor der Operation werden die Blutgefäße mithilfe der Dopplersonografie aufgesucht und markiert. Wie beim DIEP-Flap werden am Unterbauch zwei transversale Schnitte gesetzt, die jeweils auf die Spina iliaca anterior superior zulaufen. Der kaudale Schnitt läuft suprapubisch und entspricht von Schnittführung einer Sectio caesarea. Der kraniale Schnitt wird leicht bogenförmig oberhalb des Nabels ausgeführt.

Die oberflächlichen epigastrischen Blutgefäße (Arteria und Vena epigastrica superficialis) werden frei präpariert. Ihr Gefäßkaliber ist kleiner als der der tiefen epigastrischen Perforatorgefäße. Sie sind nicht in allen Fällen ausreichend kalibriert, so dass in manchen Fällen intraoperativ auf einen DIEP-Flap ausgewichen werden muss. Bei Patientinnen mit Zustand nach Sectio caesarea sind sie meist nicht auffindbar.

Haut und Unterbauchfettgewebe werden nach erfolgreicher Präparation gehoben und als Lappen in die Brustregion verlagert. Hier werden die Gefäße anschließend mikrochirurgisch reanastomisiert. Als Anschlussgefäße nutzt man meist die Arteria und Vena thoracica interna.

4 Vorteile

5 Nachteile

6 Nachsorge

Postoperativ sollte für 6 Wochen eine Bauchbinde getragen werden, um der Entstehung von Hernien vorzubeugen. Die Gefahr der Hernienbildung ist jedoch geringer als beim DIEP-Flap. Schwere körperliche Aktivitäten und Sport müssen für 6-8 Wochen vermieden werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 7. November 2020 um 19:14 Uhr bearbeitet.

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