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Sölder-Linien

Version vom 6. September 2018, 17:32 Uhr von TM. Beutel (Diskussion | Beiträge)

nach Friedrich von Sölder, Neurologe (1867-1943)
Synonyme: Laer-Sölder-Linien
Englisch: Sölder's lines


1 Definition

Die konzentrischen Sölder-Linien sind Begrenzungslinien der Innervationsgebiete der sensiblen Hirnnervenkerne des Nervus trigeminus.

2 Physiologie

Die somatoafferenten Kerngebiete des 5. Hirnnerven sind somatotopisch organisiert. Im Nucleus spinalis nervi trigemini innervieren also die kranialen Neurone den perioralen Bereich. Es folgt die Wangen-Lid-Region und die durch kaudale Fasern versorgte Kinn-, Jochbein- und Schläfenpartie. Dadurch entstehen die zwiebelschalenförmigen Begrenzungslinien.

3 Pathophysiologie

Die Areale der Sensibilitätsausfälle infolge von zentralen Trigeminusläsionen folgen diesen Begrenzungslinien, weshalb auf den betroffenen Bereich des Trigeminuskerns geschlossen werden kann. Die Kenntnis dessen ist also bei der Diagnostik von pathologischen intramedullären Veränderungen von Bedeutung.

4 Quellen

Autorenkollektiv (Hrsg. 3. Aufl. 2014): Duale Reihe – Anatomie; Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart (S. 986 ff)

Autorenkollektiv (Hrsg. 4. Aufl. 2015): Prometheus – Lernatlas der Anatomie: Kopf, Hals und Neuroanatomie; Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart – New York (S. 120 f)

Heisel, J. (Hrsg. 2007): Neurologische Differentialdiagnostik; Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart (S. 46 ff)

Diese Seite wurde zuletzt am 7. September 2018 um 13:56 Uhr bearbeitet.

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