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Ryanodin-Rezeptor: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Ryanodin-Rezeptor existiert in zwei Isoformen. ''RyR1'' kommt in [[Skelettmuskel]]zellen vor, und  ''RyR2'' befindet sich in [[Herzmuskel]]zellen. Der Ryanodin-Rezeptor ist an der Muskelkontraktion in beiden Muskeltypen beteiligt, da er als [[Calcium]]kanal fungiert, der Calciumionen aus dem [[sarkoplasmatisches Retikulum | sarkoplasmatischen Retikulum]] ins [[Zytosol]] schleust, und damit den intrazellulären Calciumspiegel  erhöht.  
 
Der Ryanodin-Rezeptor existiert in zwei Isoformen. ''RyR1'' kommt in [[Skelettmuskel]]zellen vor, und  ''RyR2'' befindet sich in [[Herzmuskel]]zellen. Der Ryanodin-Rezeptor ist an der Muskelkontraktion in beiden Muskeltypen beteiligt, da er als [[Calcium]]kanal fungiert, der Calciumionen aus dem [[sarkoplasmatisches Retikulum | sarkoplasmatischen Retikulum]] ins [[Zytosol]] schleust, und damit den intrazellulären Calciumspiegel  erhöht.  
Aktionspotenziale, die den Dihydropyridin-Rezeptor im T-Tubulus erreichen, bewirken eine Konformationsänderung des Ryanodin-Rezeptors, der daraufhin durchlässig für Calciumionen wird. Die erhöhte intrazelluläre Kalziumkonzentration löst an den [[Sarkomer]]en die Kontraktion aus.   
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Aktionspotenziale, die den Dihydropyridin-Rezeptor im T-Tubulus erreichen, bewirken eine Konformationsänderung des Ryanodin-Rezeptors, der daraufhin durchlässig für Calciumionen wird. Die erhöhte intrazelluläre Calciumkonzentration löst an den [[Sarkomer]]en die Kontraktion aus.   
  
 
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Im Herzmuskel hat der Ryanodin-Rezeptor ''RyR2'' eine ähnliche Funktion. Er befindet sich dort ebenfalls in der Wand des sarkoplasmatischen Retikulums, wo er eine wichtige Rolle bei der [[elektromechanische Kopplung|elektromechanischen Kopplung]] spielt. Er erhöht bei Aktivierung den intrazellulären Kalziumspiegel der Herzmuskelzelle, was für eine Kontraktion essentiell ist. Anders als im Skelettmuskel, ist der Ryanodin-Rezeptor nicht über direkte Protein-Protein-Wechselwirkung an den DHPR gekoppelt. Vielmehr werden während einer [[Depolarisation]] die [[L-Typ-Calciumkanal|L-Typ-Calciumkanäle]] (DHPR) in den T-Tubuli der Herzmuskelzelle geöffnet. Die durch diesen Kanal eingeschleusten Calciumionen binden intrazellulär an RyR2 des sarkoplasmatischen Retikulums, das daraufhin die Durchlässigkeit für Calciumionen erhöht und die intrazelluläre Kalziumkonzentration steigert.
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Im Herzmuskel hat der Ryanodin-Rezeptor ''RyR2'' eine ähnliche Funktion. Er befindet sich dort ebenfalls in der Wand des sarkoplasmatischen Retikulums, wo er eine wichtige Rolle bei der [[elektromechanische Kopplung|elektromechanischen Kopplung]] spielt. Er erhöht bei Aktivierung den intrazellulären Calciumspiegel der Herzmuskelzelle, was für eine Kontraktion essentiell ist. Anders als im Skelettmuskel, ist der Ryanodin-Rezeptor nicht über direkte Protein-Protein-Wechselwirkung an den DHPR gekoppelt. Vielmehr werden während einer [[Depolarisation]] die [[L-Typ-Calciumkanal|L-Typ-Calciumkanäle]] (DHPR) in den T-Tubuli der Herzmuskelzelle geöffnet. Die durch diesen Kanal eingeschleusten Calciumionen binden intrazellulär an RyR2 des sarkoplasmatischen Retikulums, das daraufhin die Durchlässigkeit für Calciumionen erhöht und die intrazelluläre Calciumkonzentration steigert.
  
 
===Glatte Muskulatur===
 
===Glatte Muskulatur===

Version vom 17. Januar 2018, 19:20 Uhr

1 Definition

Der Ryanodin-Rezeptor ist ein mechanosensitiver Calciumkanal, der bei der Auslösung von Muskelkontraktionen für die elektromechanische Kopplung verantwortlich ist.

2 Physiologie

Der Ryanodin-Rezeptor existiert in zwei Isoformen. RyR1 kommt in Skelettmuskelzellen vor, und RyR2 befindet sich in Herzmuskelzellen. Der Ryanodin-Rezeptor ist an der Muskelkontraktion in beiden Muskeltypen beteiligt, da er als Calciumkanal fungiert, der Calciumionen aus dem sarkoplasmatischen Retikulum ins Zytosol schleust, und damit den intrazellulären Calciumspiegel erhöht. Aktionspotenziale, die den Dihydropyridin-Rezeptor im T-Tubulus erreichen, bewirken eine Konformationsänderung des Ryanodin-Rezeptors, der daraufhin durchlässig für Calciumionen wird. Die erhöhte intrazelluläre Calciumkonzentration löst an den Sarkomeren die Kontraktion aus.

2.1 Skelettmuskel

Im Skelettmuskel ist der Ryanodin-Rezeptor RyR1 in einem Teil der Triade aus einem T-Tubulus und zwei Zisternen des sarkolasmatischen Retikulums eingeschaltet. Dort sitzt er in der Wand des sakroplasmatischen Retikulums. Nachdem ein Aktionspotential über die Membran der Skelettmuskelzelle den spannungsabhängigen DHPR (Dihydropyridinrezeptor) im T-Tubulus-System aktiviert, kommt es durch eine direkte Protein-Protein-Wechselwirkung zur Aktivierung des Ryanodin-Rezeptors.

2.2 Herzmuskel

Im Herzmuskel hat der Ryanodin-Rezeptor RyR2 eine ähnliche Funktion. Er befindet sich dort ebenfalls in der Wand des sarkoplasmatischen Retikulums, wo er eine wichtige Rolle bei der elektromechanischen Kopplung spielt. Er erhöht bei Aktivierung den intrazellulären Calciumspiegel der Herzmuskelzelle, was für eine Kontraktion essentiell ist. Anders als im Skelettmuskel, ist der Ryanodin-Rezeptor nicht über direkte Protein-Protein-Wechselwirkung an den DHPR gekoppelt. Vielmehr werden während einer Depolarisation die L-Typ-Calciumkanäle (DHPR) in den T-Tubuli der Herzmuskelzelle geöffnet. Die durch diesen Kanal eingeschleusten Calciumionen binden intrazellulär an RyR2 des sarkoplasmatischen Retikulums, das daraufhin die Durchlässigkeit für Calciumionen erhöht und die intrazelluläre Calciumkonzentration steigert.

2.3 Glatte Muskulatur

Der Funktion des Ryanodin-Rezeptors in glatten Muskelzellen ist ähnlich zu der Funktionsweise im Herzmuskel.

Diese Seite wurde zuletzt am 17. Januar 2018 um 19:20 Uhr bearbeitet.

Habe ich korrigiert. RyR ist ein ligandenabhängiger Ca-Kanal.
#2 am 16.08.2019 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Gast
Sicher, dass "mechanosensitiv" im Zusammenhang mit RYR der richtige Terminus ist? Ich würde darunter etwas anderes verstehen; siehe: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-56497-0_15 Wenn ich das richtig sehe, wird RYR1 durch eine Konformationsänderung des Dihydropyridin-Rezeptors (DHPR) aktiviert.
#1 am 16.08.2019 von Gast (Apotheker/in)

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