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Rilpivirin

Version vom 20. Januar 2015, 14:49 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Rilpivirin ist ein Virostatikum zur Behandlung einer INfektion mit HIV-1. Die Substanz ist seit 2011 in der EU zugelassen. Sie wird für die Behandlung von therapienaiven erwachsenen Patienten mit einer Ausgangs-Viruslast von < 100.000 Kopien/ml Blutplasma in Kombination mit anderen antiretroviralen Medikamentene eingesetzt.

2 Wirkung

Rilpivirin gehört zu der Gruppe der nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren. Diese Inhibitoren zeigen antivirale Eigenschaften gegen HIV, indem sie das Enzym Reverse Transkriptase hemmen, welches die virale RNA in DNA umschreibt. Rilpivirin bindet nicht-kompetitiv nahe der Substratbindungsstelle für Nukleoside an die Reverse Transkriptase von HIV-1, wodurch die Bindungsstelle blockiert wird. Somit können nur noch wenige Nukleoside binden und die Virusvermehrung wird eingeschränkt.

3 Indikation

In Kombination mit anderen Virostatika wird Rilpivirin gegen HIV-1 eingesetzt (antiretrovirale Kombinationstherapie).

4 Applikation

Das Arzneimittel wird in einer Dosierung von 25 mg 1x am Tag oral mit einer Mahlzeit aufnehmen, da im nüchternen Zustand die Bioverfügbarkeit sinkt und diese die Wirkung von Rilpivirin senken kann.

5 Nebenwirkungen

Der Patient kann nach Vergabe von Rilpivirin über Depressionen, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Hautausschlägen klagen.

Fachgebiete: Pharmazie

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Juli 2021 um 12:52 Uhr bearbeitet.

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