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Rickettsien: Unterschied zwischen den Versionen

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Nahe verwandte Familien sind [[Anaplasmataceae]] (Gattungen [[Anaplasma]], [[Ehrlichia]], [[Neorickettsia]]) und [[Coxiellaceae]] (Genus [[Coxiella]]). Sie lösen Erkrankungen aus, die meist zu den [[Rickettsiose]]n im erweiterten Sinne gezählt werden.
 
Nahe verwandte Familien sind [[Anaplasmataceae]] (Gattungen [[Anaplasma]], [[Ehrlichia]], [[Neorickettsia]]) und [[Coxiellaceae]] (Genus [[Coxiella]]). Sie lösen Erkrankungen aus, die meist zu den [[Rickettsiose]]n im erweiterten Sinne gezählt werden.
  
==Beschreibung==
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==Morphologie==
Rickettsien besitzen mit 1,12 - 1,6 Mio. Basenpaaren eines der kleinsten bekannten [[Genom]]e. Ihnen fehlen viele [[Gen]]e für den Abbau von [[Zucker]]n und für die Synthese von [[Lipid]]en, [[Nukleotid]]en und [[Aminosäure]]n. Entsprechend sind sie auf die Versorgung durch die [[Wirtszelle]] angewiesen.  
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Rickettsien sind pleomorphe, kokkoide oder kurze Stäbchenbakterien. Sie besitzen mit 1,12 - 1,6 Mio. Basenpaaren eines der kleinsten bekannten [[Genom|Bakteriengenom]]e. Ihnen fehlen viele [[Gen]]e für den Abbau von [[Zucker]]n und für die Synthese von [[Lipid]]en, [[Nukleotid]]en und [[Aminosäure]]n. Entsprechend sind sie auf die Versorgung durch die [[Wirtszelle]] angewiesen.  
  
Die [[Zellwand]] beinhaltet [[Peptidoglykan]] sowie [[LPS]] und ähnelt der von gram-negativen Bakterien. Eine Ausnahme bildet [[Orientia tsutsugamushi]], bei dem LPS und die Zucker- und Fettsäurekomponenten von Peptidoglykan fehlt. Dies erklärt die extreme Fragilität und relative [[Penicillin]]resistenz des Erregers.  
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Die [[Zellwand]] beinhaltet [[Peptidoglykan]]e sowie [[Lipopolysaccharid]]e (LPS) und ähnelt der von gramnegativen Bakterien. Eine Ausnahme bildet [[Orientia tsutsugamushi]], bei dem LPS und die Zucker- und Fettsäurekomponenten der Peptidoglykane fehlt. Dies erklärt die extreme Fragilität und relative [[Penicillin]]resistenz des Erregers.  
  
Rickettsien gelten grundsätzlich als umweltemfindlich und werden durch gebräuchliche [[Desinfektionsmittel]] rasch abgetötet. Einige Arten wie [[Rickettsia prowazekii]] können jedoch im Kot von [[Laus|Läusen]] längere Zeit infektiös bleiben.
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Rickettsien gelten grundsätzlich als umweltempfindlich und werden durch gebräuchliche [[Desinfektionsmittel]] rasch abgetötet. Einige Arten wie [[Rickettsia prowazekii]] können jedoch im Kot von [[Laus|Läusen]] längere Zeit infektiös bleiben.
  
 
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==Klassifikation==
 
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Die Einteilung der Rickettsiaceae erfolgt inzwischen nach [[serologisch]]en und [[phylogenetisch]]en Kriterien. Dabei werden sie insbesondere in der angloamerikanischen Literatur in vier Gruppen eingeteilt:  
 
Die Einteilung der Rickettsiaceae erfolgt inzwischen nach [[serologisch]]en und [[phylogenetisch]]en Kriterien. Dabei werden sie insbesondere in der angloamerikanischen Literatur in vier Gruppen eingeteilt:  
* Klassische Fleckfieber-Gruppe (typhus group): Rickettsia prowazekii und [[Rickettsia typhi|R. typhi]]  
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* Klassische Fleckfieber-Gruppe ("typhus group"): Rickettsia prowazekii und [[Rickettsia typhi|R. typhi]]  
* Zeckenbissfieber-Gruppe (spotted fever group): z.B. [[Rickettsia rickettsii]], [[Rickettsia africae|R. africae]], [[Rickettsia conorii|R. conorii]], [[Rickettsia helvetica|R. helvetica]], [[Rickettsia slovaca|R. slovaca]], [[Rickettsia aeschlimannii|R. aeschlimannii]]
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* Zeckenbissfieber-Gruppe ("spotted fever group"): z.B. [[Rickettsia rickettsii]], [[Rickettsia africae|R. africae]], [[Rickettsia conorii|R. conorii]], [[Rickettsia helvetica|R. helvetica]], [[Rickettsia slovaca|R. slovaca]], [[Rickettsia aeschlimannii|R. aeschlimannii]]
* Übergangsgruppe (transitional group): z.B. [[Rickettsia felis]], [[Rickettsia akari|R. akari]]  
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* Übergangsgruppe ("transitional group"): z.B. [[Rickettsia felis]], [[Rickettsia akari|R. akari]]  
* [[Tsutsugamushi-Fieber]] (scrub typhus): Orientia tsutsugamushi
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* [[Tsutsugamushi-Fieber]] ("scrub typhus"): Orientia tsutsugamushi
  
==Rolle als Krankheitserreger==
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==Klinik==
Rickettsien rufen eine heterogene Gruppe von Erkrankungen hervor, die als Rickettsiosen bezeichnet werden. [[Coxiella burnetii]], Rickettsia prowazekii, Rickettsia typhi und Rickettsia rickettsii sind besonders wichtig, da sie länger außerhalb ihres Vektors überleben können und extrem infektiös sind. Sie gelten als potenzielle Erreger für [[Bioterrorismus|bioterroristische Anschläge]].  
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Rickettsien rufen eine heterogene Gruppe von Erkrankungen hervor, die als [[Rickettsiose]]n bezeichnet werden. [[Coxiella burnetii]], Rickettsia prowazekii, Rickettsia typhi und Rickettsia rickettsii sind besonders wichtig, da sie länger außerhalb ihres Vektors überleben können und extrem infektiös sind. Sie gelten als potenzielle Erreger für [[Bioterrorismus|bioterroristische Anschläge]].  
  
 
''siehe Hauptartikel:'' [[Rickettsiose]]
 
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Nur bei Coxiella burnetii kann eine [[chronisch]]e Erkrankung entstehen. Einige Arten, wie R. prowazekii, können jedoch eine [[latent]]e Infektion hervorrufen, die nach Jahren zur [[Brill-Zinsser-Krankheit]] reaktiviert werden kann.  
 
Nur bei Coxiella burnetii kann eine [[chronisch]]e Erkrankung entstehen. Einige Arten, wie R. prowazekii, können jedoch eine [[latent]]e Infektion hervorrufen, die nach Jahren zur [[Brill-Zinsser-Krankheit]] reaktiviert werden kann.  
  
===Diagnose===
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==Labormedizin==
Zur Diagnose einer Rickettsieninfektion dient der zweifache Nachweis von [[IgM]] bzw. [[IgG]]-[[Antikörper]] mittels [[ELISA]] oder indirekter [[Immunfluoreszenz]] aus dem [[Serum]] im Abstand von 3 Wochen. Rickettsien zeigen zwar einen gramnegativen Zellwandaufbau, lassen sich aber diagnostisch durch eine [[Gramfärbung]] nicht darstellen.
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===Direkter Erregernachweis===
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Ein Direktnachweis ist per [[PCR]] aus [[Blut]] oder Gewebebiopsien möglich. Die Anzucht des Erregers ist nicht möglich.
  
===Therapie===
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Rickettsien zeigen zwar einen gramnegativen Zellwandaufbau, lassen sich aber diagnostisch durch eine [[Gramfärbung]] nicht darstellen.
Bereits bei klinisch begründetem Verdacht sollte eine kalkulierte Therapie mit [[Doxycyclin]] in einer Dosierung von 2 x 100 mg pro Tag per os für 7 bis 10 Tage eingeleitet werden.  
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===Indirekter Erregernachweis===
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====Antikörpernachweis====
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Zur Diagnose einer Rickettsieninfektion dient der zweifache Nachweis von [[IgM]]- bzw. [[IgG]]-[[Antikörper]]n mittels [[ELISA]] oder indirekter [[Immunfluoreszenz]] aus dem [[Serum]] im Abstand von 3 Wochen. Der Referenzwert für den [[Titer]] der Rickettsien-IFT ist < 1:40.
  
===Prophylaxe===
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====Weil-Felix-Reaktion====
Aktuell (2019) ist die [[Expositionsprophylaxe]] die einzige Möglichkeit um Fleckfieber-Erkrankungen zu vermeiden. Insbesondere bei Auslandsaufenthalten sollte auf einen Schutz vor [[Ektoparasit]]en geachtet werden. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit einer [[Chemoprophylaxe]] mit Doxycyclin. Dieses Verfahren wird nur in Ausnahmefällen bei hohem Expositionsrisiko eingesetzt.
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Die [[Weil-Felix-Reaktion]] beruht auf der heterologen Agglutination von [[Proteus]]-[[Serovar]] OX19 und OX2 durch seine kreuzreagierenden Antikörper.
  
Der direkte und indirekte Nachweis von R. prowazekii ist [[meldepflicht]]ig (§ 7 [[IfSG]]).
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==Therapie==
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Bereits bei klinisch begründetem Verdacht sollte eine [[kalkulierte Antibiotikatherapie]] mit [[Doxycyclin]] in einer Dosierung von 2 x 100 mg pro Tag per os für 7 bis 10 Tage eingeleitet werden.
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==Prophylaxe==
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Aktuell (2021) ist die [[Expositionsprophylaxe]] die einzige Möglichkeit, um Fleckfieber-Erkrankungen zu vermeiden. Insbesondere bei Auslandsaufenthalten sollte auf einen Schutz vor [[Ektoparasit]]en geachtet werden. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit einer [[Chemoprophylaxe]] mit Doxycyclin. Dieses Verfahren wird nur in Ausnahmefällen bei hohem Expositionsrisiko eingesetzt.
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==Meldepflicht==
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Der direkte und indirekte Nachweis von Rickettsia prowazekii ist [[meldepflicht]]ig (§ 7 [[IfSG]]).
 
[[Fachgebiet:Bakteriologie]]
 
[[Fachgebiet:Bakteriologie]]
 
[[Fachgebiet:Infektiologie]]
 
[[Fachgebiet:Infektiologie]]

Aktuelle Version vom 1. Mai 2021, 22:11 Uhr

Englisch: Rickettsia

1 Definition

Rickettsien sind kleine gram-negative Stäbchenbakterien die ca. 0,3-2 Mikrometer groß sind und sich obligat intrazellulär vermehren.

2 Taxonomie

Nahe verwandte Familien sind Anaplasmataceae (Gattungen Anaplasma, Ehrlichia, Neorickettsia) und Coxiellaceae (Genus Coxiella). Sie lösen Erkrankungen aus, die meist zu den Rickettsiosen im erweiterten Sinne gezählt werden.

3 Morphologie

Rickettsien sind pleomorphe, kokkoide oder kurze Stäbchenbakterien. Sie besitzen mit 1,12 - 1,6 Mio. Basenpaaren eines der kleinsten bekannten Bakteriengenome. Ihnen fehlen viele Gene für den Abbau von Zuckern und für die Synthese von Lipiden, Nukleotiden und Aminosäuren. Entsprechend sind sie auf die Versorgung durch die Wirtszelle angewiesen.

Die Zellwand beinhaltet Peptidoglykane sowie Lipopolysaccharide (LPS) und ähnelt der von gramnegativen Bakterien. Eine Ausnahme bildet Orientia tsutsugamushi, bei dem LPS und die Zucker- und Fettsäurekomponenten der Peptidoglykane fehlt. Dies erklärt die extreme Fragilität und relative Penicillinresistenz des Erregers.

Rickettsien gelten grundsätzlich als umweltempfindlich und werden durch gebräuchliche Desinfektionsmittel rasch abgetötet. Einige Arten wie Rickettsia prowazekii können jedoch im Kot von Läusen längere Zeit infektiös bleiben.

4 Vorkommen

Als Reservoir kommen insbesondere Arthropoden und verschiedene Tiere in Betracht. Mit Ausnahme des epidemischen Fleckfiebers ist der Mensch nur gelegentlich Wirt dieser Erreger. Sie sind weltweit verbreitet. In Deutschland handelt es sich jedoch oft um importierte Infektionen.

5 Übertragung

Rickettsien werden meist durch Läuse, Zecken, Milben oder Flöhe auf den Menschen übertragen. Die Bakterien befinden sich hierbei in Zellen des Speichels oder des Kots der Vektoren. Für eine Infektion kann auch schon das Inhalieren von getrocknetem Flohkot beim Betten machen ausreichen.

6 Klassifikation

Die Einteilung der Rickettsiaceae erfolgt inzwischen nach serologischen und phylogenetischen Kriterien. Dabei werden sie insbesondere in der angloamerikanischen Literatur in vier Gruppen eingeteilt:

7 Klinik

Rickettsien rufen eine heterogene Gruppe von Erkrankungen hervor, die als Rickettsiosen bezeichnet werden. Coxiella burnetii, Rickettsia prowazekii, Rickettsia typhi und Rickettsia rickettsii sind besonders wichtig, da sie länger außerhalb ihres Vektors überleben können und extrem infektiös sind. Sie gelten als potenzielle Erreger für bioterroristische Anschläge.

siehe Hauptartikel: Rickettsiose

7.1 Symptome

Bei allen akuten Krankheitsverläufen ähneln sich die anfänglichen Symptome:

Im Verlauf kann es zu Exanthemen, Escharbildung (umschriebene Hautentzündung mit zentraler Nekrose), Pneumonie, Meningoenzephalitis oder fortschreitender Hypotonie mit Multiorganversagen kommen.

Nur bei Coxiella burnetii kann eine chronische Erkrankung entstehen. Einige Arten, wie R. prowazekii, können jedoch eine latente Infektion hervorrufen, die nach Jahren zur Brill-Zinsser-Krankheit reaktiviert werden kann.

8 Labormedizin

8.1 Direkter Erregernachweis

Ein Direktnachweis ist per PCR aus Blut oder Gewebebiopsien möglich. Die Anzucht des Erregers ist nicht möglich.

Rickettsien zeigen zwar einen gramnegativen Zellwandaufbau, lassen sich aber diagnostisch durch eine Gramfärbung nicht darstellen.

8.2 Indirekter Erregernachweis

8.2.1 Antikörpernachweis

Zur Diagnose einer Rickettsieninfektion dient der zweifache Nachweis von IgM- bzw. IgG-Antikörpern mittels ELISA oder indirekter Immunfluoreszenz aus dem Serum im Abstand von 3 Wochen. Der Referenzwert für den Titer der Rickettsien-IFT ist < 1:40.

8.2.2 Weil-Felix-Reaktion

Die Weil-Felix-Reaktion beruht auf der heterologen Agglutination von Proteus-Serovar OX19 und OX2 durch seine kreuzreagierenden Antikörper.

Erkrankung Proteus-Antigen
OX-19 OX-2 OX-K
Fleckfieber (beide Formen) ++ + -
Rocky Mountain Spotted Fever ++ + -
übrige Zeckenbiss-Fieber + ++ -
Tsutsugamushi-Fieber - - ++

Erläuterung:

  • ++ stark positive Agglutinationsreaktion
  • + schwach positive Agglutinationsreaktion
  • - keine Agglutinationsreaktion

9 Therapie

Bereits bei klinisch begründetem Verdacht sollte eine kalkulierte Antibiotikatherapie mit Doxycyclin in einer Dosierung von 2 x 100 mg pro Tag per os für 7 bis 10 Tage eingeleitet werden.

10 Prophylaxe

Aktuell (2021) ist die Expositionsprophylaxe die einzige Möglichkeit, um Fleckfieber-Erkrankungen zu vermeiden. Insbesondere bei Auslandsaufenthalten sollte auf einen Schutz vor Ektoparasiten geachtet werden. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit einer Chemoprophylaxe mit Doxycyclin. Dieses Verfahren wird nur in Ausnahmefällen bei hohem Expositionsrisiko eingesetzt.

11 Meldepflicht

Der direkte und indirekte Nachweis von Rickettsia prowazekii ist meldepflichtig (§ 7 IfSG).

Diese Seite wurde zuletzt am 1. Mai 2021 um 22:11 Uhr bearbeitet.

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