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Ribonukleotidreduktase: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Ribonukleotidreduktase''' ist ein [[Enzym]], das die 2'-[[Hydroxyl]]-Gruppe der [[Ribose]] reduziert und im Gegenzug ein Molekül [[Thioredoxin]] oxidiert.
  
 
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Die Umwandlung von [[Ribose]] in [[Desoxyribose]] dient der Synthese von [[DNA]].
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Anschließend protoniert ein [[Cystein]]rest des Enzyms die 2<sup>’</sup>-Hydroxidgruppe, die das Nukleosiddiphosphat als Wasser verlässt. Als Zwischenprodukt entseht also eine Radikalkation.
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==Regeneration der Ribonukleotidreduktase==
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==Regulation==
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Die Ribonukleotidreduktase kann über zwei allosterische Zentren reguliert werden. Es resultiert entweder eine Regulation der Gesamtaktivität, oder eine Regulation der Substratspezifität.
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===Regulation der Gesamtaktivität===
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Durch [[ATP]] wird die Gesamtaktivität der Ribonukleotidreduktase stimuliert. d[[ATP]] (Desoxyadenosintriphosphat) hemmt dagegen die enzymatische Aktivität.
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dTTP (Desoxythymidintriphosphat) vermindert die Affinität für [[UDP]] und CDP und erhöht damit die Affinität für [[GDP]].
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Umgekehrt erhöht d[[ATP]] die Affinität für [[UDP]] und CDP. d[[GTP]] erhöht die Affinität für [[ADP]].
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==Hemmung==
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[[Hydroxyharnstoff]] wirkt als Hemmstoff der Ribonukleotidreduktase.

Version vom 26. November 2014, 21:41 Uhr

1 Definition

Die Ribonukleotidreduktase ist ein Enzym, das die 2'-Hydroxyl-Gruppe der Ribose reduziert und im Gegenzug ein Molekül Thioredoxin oxidiert.

Die Umwandlung von Ribose in Desoxyribose dient der Synthese von DNA.

2 Reaktionsmechanismus

Die Ribonukleotidreduktase besitzt in ihrem aktiven Zentrum ein Tyrosylradikal. Dieses zieht im ersten Reaktionsschritt ein Wasserstoff-Atom vom C 3 des Nuklesiddiphosphats ab. Anschließend protoniert ein Cysteinrest des Enzyms die 2-Hydroxidgruppe, die das Nukleosiddiphosphat als Wasser verlässt. Als Zwischenprodukt entseht also eine Radikalkation. Nun wird ein Hydrid-Ion von einem weiteren Cysteinrest des Enzyms auf das C 2 übertragen. Im letzten Schritt wird das Wasserstoff-Atom, das im ersten Reaktionsschritt abgespalten wurde, wieder auf das C 3-Radikal übertragen. Das somit fertige Desoxy-Ribonukleotid kann nun das Enzym verlassen.

3 Regeneration der Ribonukleotidreduktase

Die beiden SH-Gruppen der Cysteinreste des Enzyms bleiben als Disulfid zurück. Durch das SH-haltige Thioredoxin wird diese Disulfidbrücke reduziert. Das nun oxidierte Thioredoxin wird durch die Thioredoxinreduktase regeneriert. Diese überträgt zwei Protonen und zwei Elektronen von FADH2 auf Thioredoxin. Diese Protonen und Elektronen stammen letztlich von NADPH.

4 Regulation

Die Ribonukleotidreduktase kann über zwei allosterische Zentren reguliert werden. Es resultiert entweder eine Regulation der Gesamtaktivität, oder eine Regulation der Substratspezifität.

4.1 Regulation der Gesamtaktivität

Durch ATP wird die Gesamtaktivität der Ribonukleotidreduktase stimuliert. dATP (Desoxyadenosintriphosphat) hemmt dagegen die enzymatische Aktivität.

4.2 Regulation der Substratspezifität

dTTP (Desoxythymidintriphosphat) vermindert die Affinität für UDP und CDP und erhöht damit die Affinität für GDP. Umgekehrt erhöht dATP die Affinität für UDP und CDP. dGTP erhöht die Affinität für ADP.

5 Hemmung

Hydroxyharnstoff wirkt als Hemmstoff der Ribonukleotidreduktase.

Fachgebiete: Biochemie

Diese Seite wurde zuletzt am 27. November 2014 um 12:49 Uhr bearbeitet.

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