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Der Rho-Faktor ist ein [[hexamer]]es [[Protein]] und agiert als Terminationsfaktor in der [[prokaryot]]ischen [[Transkription]]
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Damit in der Transkription eine [[RNA]] mit korrekter Länge entsteht, muss nicht nur der Beginn (Initiation), sondern auch das Ende (Termination) genau definiert sein. Diese Termination muss dazu führen, dass sich die [[RNA-Polymerase]] von der DNA löst und die entstandene RNA-Kette freigibt. In Prokaryoten kann dies über eine [[palindrom]]ische Sequenz in der [[DNA]] geschehen, welche zu einer terminierenden Haarnadelstruktur in der RNA führt, oder durch den Rho-Faktor. Diese wird dann als Rho-abhängige Termination bezeichnet.<ref>Klug, W. S. Concepts of genetics. 10th edn,  (Pearson Education, 2012).</ref> In [[Escherichia coli]] kommen beide Mechanismen etwas gleichhäufig vor.<ref name="kaplan">Kaplan, D. L. & O'Donnell, M. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/13678611 Rho factor: transcription termination in four steps.] Curr Biol 13, R714-716 (2003).</ref>
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Damit während der Transkription eine [[RNA]] mit korrekter Länge entsteht, muss nicht nur der Beginn ([[Initiation]]), sondern auch das Ende ([[Termination]]) genau definiert sein. Die Termination muss dazu führen, dass sich die [[RNA-Polymerase]] von der [[DNA]] löst und die entstandene RNA-Kette freigibt. In Prokaryoten kann dies über eine [[palindrom]]ische Sequenz in der DNA geschehen, die zu einer terminierenden [[Haarnadelstruktur]] in der RNA führt, oder durch den Rho-Faktor. Letzteres wird dann als Rho-abhängige Termination bezeichnet.<ref>Klug, W. S. Concepts of genetics. 10th edn,  (Pearson Education, 2012).</ref> In [[Escherichia coli]] kommen beide Mechanismen etwa gleich häufig vor.<ref name="kaplan">Kaplan, D. L. & O'Donnell, M. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/13678611 Rho factor: transcription termination in four steps.] Curr Biol 13, R714-716 (2003).</ref>
  
 
==Struktur==
 
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Rho ist ein ringförmiges Hexamer und besitzt [[Helikase]]n-Aktivität. Jedes [[Monomer]] besteht aus zwei [[Domäne]]n. Es existieren zwei [[mRNA]]-Bindungsstellen, welche als ''1°'' und ''2°'' Bezeichnet werden. Die [[N-Terminus|N-terminale]] Domäne enthält die Bindungsstelle ''1°'', mittels der die initiale Bindung an die RNA vermittelt wird. ''2°'' befindet sich am [[C-Terminus]] und ist für die [[Translokation]] an der RNA verantwortlich.
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Rho ist ein ringförmiges Hexamer und besitzt [[Helikase]]-Aktivität. Jedes [[Monomer]] besteht aus zwei [[Domäne]]n. Es existieren zwei [[mRNA]]-Bindungsstellen, welche als ''1°'' und ''2°'' bezeichnet werden. Die [[N-Terminus|N-terminale]] Domäne enthält die Bindungsstelle ''1°'', mittels der die initiale Bindung an die RNA vermittelt wird. ''2°'' befindet sich am [[C-Terminus]] und ist für die [[Translokation]] an der RNA verantwortlich.
  
 
==Eigenschaften==
 
==Eigenschaften==
Die Rekrutierung von Rho wird durch die spezifische Sequenz ''rut'' vermittelt. Rho bindet während der Transkription direkt an die wachsende RNA und bewegt sich in Richtung der RNA-Polymerase. Diese Translokation geschieht durch [[Hydrolyse]] von [[ATP]]. Sobald Rho auf die Polymerase trifft, katalysiert es die Trennung der RNA von der DNA durch seine Funktion als Helikase.<ref name="kaplan"/>  
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Die Rekrutierung von Rho wird durch die spezifische Sequenz ''rut'' vermittelt. Rho bindet während der Transkription direkt an die wachsende RNA und bewegt sich in Richtung der RNA-Polymerase. Die Energie für diese Translokation wird durch die [[Hydrolyse]] von [[ATP]] bereitgestellt. Sobald Rho auf die Polymerase trifft, katalysiert es die Trennung der RNA von der DNA durch seine Funktion als Helikase.<ref name="kaplan"/>  
 
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==Quellen==
 
==Quellen==

Aktuelle Version vom 22. Juli 2018, 13:37 Uhr

Synonyme: ρ-Faktor, Rho
Englisch: Rho-factor, rho termination factor

1 Definition

Der Rho-Faktor ist ein hexameres Protein und agiert als Terminationsfaktor in der prokaryotischen Transkription.

2 Hintergrund

Damit während der Transkription eine RNA mit korrekter Länge entsteht, muss nicht nur der Beginn (Initiation), sondern auch das Ende (Termination) genau definiert sein. Die Termination muss dazu führen, dass sich die RNA-Polymerase von der DNA löst und die entstandene RNA-Kette freigibt. In Prokaryoten kann dies über eine palindromische Sequenz in der DNA geschehen, die zu einer terminierenden Haarnadelstruktur in der RNA führt, oder durch den Rho-Faktor. Letzteres wird dann als Rho-abhängige Termination bezeichnet.[1] In Escherichia coli kommen beide Mechanismen etwa gleich häufig vor.[2]

3 Struktur

Rho ist ein ringförmiges Hexamer und besitzt Helikase-Aktivität. Jedes Monomer besteht aus zwei Domänen. Es existieren zwei mRNA-Bindungsstellen, welche als und bezeichnet werden. Die N-terminale Domäne enthält die Bindungsstelle , mittels der die initiale Bindung an die RNA vermittelt wird. befindet sich am C-Terminus und ist für die Translokation an der RNA verantwortlich.

4 Eigenschaften

Die Rekrutierung von Rho wird durch die spezifische Sequenz rut vermittelt. Rho bindet während der Transkription direkt an die wachsende RNA und bewegt sich in Richtung der RNA-Polymerase. Die Energie für diese Translokation wird durch die Hydrolyse von ATP bereitgestellt. Sobald Rho auf die Polymerase trifft, katalysiert es die Trennung der RNA von der DNA durch seine Funktion als Helikase.[2]

5 Quellen

  1. Klug, W. S. Concepts of genetics. 10th edn, (Pearson Education, 2012).
  2. 2,0 2,1 Kaplan, D. L. & O'Donnell, M. Rho factor: transcription termination in four steps. Curr Biol 13, R714-716 (2003).

Diese Seite wurde zuletzt am 22. Juli 2018 um 13:37 Uhr bearbeitet.

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