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Rettungshubschrauber

Version vom 28. September 2017, 05:46 Uhr von Jan Polzer (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Der Rettungshubschrauber ist ein Luftgebundenes Rettungsmittel, welches bei Primäreinsätzen von der Leitstelle disponiert wird. Dabei fungiert er wie ein NAW.


2 Ausstattung

Die Ausstattung der Rettungshubschrauber ist durch die DIN/EN 13718 geregelt. Standartmäßig sind auf fast allen Hubschraubern 12-Kanal EKG Geräte, Beatmungsgeräte mit unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten, Perfusoren und Medizintechnik zum Atemwegsmanagement Des weiteren gehören Sauerstoff und Medikamente zur Standartausrüstung. Die Hubschrauber unterscheiden sich nach den Anforderungen des jeweiligen Einsatzgebietes. Hubschrauber, die in der Nähe von Gebirgen oder am Meer stationiert sind verfügen oft über eine Winde um die Bergung von Verletzen und Erkrankten aus schwer zugänglichen Terrain zu ermöglichen. Wenige Hubschrauber sind mit Instrumenten zu Nachtflügen ausgestattet. Neue Ansätze gehen in die Richtung der Nutzung eines Dual-Use Hubschraubers um die Aufteilung von Rettungs- und Intensivtransporthubschraubers zu vermeiden.


3 Besatzung

Die Besatzung eines Rettungshubschraubers besteht in der Regel aus einem Piloten, einem Notarzt, einem Rettungsassistenten und in seltenen Fällen einen Bordmechaniker.


  • Pilot: Der Pilot ist für die Sicherheit des Hubschraubers bei allen fliegerischen Anteilen des Einsatzes verantwortlich. Er hat das Recht einen Einsatz aufgrund von diversen Gründen (Witterungs- Lichtverhältnisse, Zustand der Maschine) abzulehnen. Die Piloten müssen erfahren in schwierigen Landesituationen geübt sein. Der größte Anteil der Piloten wird von ehemaligen Bundeswehrsoldaten und Bundesgrenzschutzbeamten gebildet.
  • Bordmechaniker: Der Bordmechaniker ist eine obligatorische vierte Person der Crew. Für den Fall, das er zur Crew gehört übernimmt er die Aufgaben des Rettungsassistenten bei der Unterstützung des Piloten in fliegerischen Belangen. Des weiteren ist er für die Instandhaltung, Betankung und die zweimal täglichen Checks des Helikopters zuständig. Im Fall, dass es eine Winde gibt, ist eine weitere Aufgabe die Bedienung und Kontrolle der Winde. Diese Aufgabe kann nur von einem Bordmechaniker ausgeführt werden. In vielen Stützpunkten wird aus finanziellen Aspekten auf ein dauerhaftes Crewmitglied in der Rolle des Bordmechanikers verzichtet.
  • Rettungsassistent: Der Rettungsassistent muss eine Zusatzausbildung zum HEMS Crew Member machen. Seine zusätzlichen Tätigkeiten sind die Unterstützung des Piloten bei der Luftraumbeobachtung und der Landung unter schwierigen Umständen. Am Boden übernimmt der Rettungsassistent zusammen mit dem Notarzt die Patientenversorgung. Nach dem Einsatz ist er für Desinfektion und wiederauffüllen der verbrauchen Materialien zuständig.
  • Notarzt: Die Aufgabe des Notarztes ist alleinig die Patientenbetreuung und Überwachung. Er hat keine fliegerischen Tätigkeiten zu erfüllen. Er bestimmt das Zielkrankenhaus, diese Entscheidung ist für die anderen Teammitglieder bindend.


4 Standorte

siehe Luftrettung


5 Vor- Nachteile

siehe Luftrettung

Fachgebiete: Notfallmedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Januar 2021 um 12:50 Uhr bearbeitet.

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