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Retrobulbäranästhesie: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Regionalanästhesieverfahren in der Ophthalmologie
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'''''Englisch:''' retrobulbar anaesthesia''
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Die '''Retrobulbäranästhesie''' ist ein regionales [[Anästhesieverfahren]], das in der [[Ophthalmologie]] bei chirurgischen Eingriffen am [[Auge]] eingesetzt wird.
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==Technik==
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Der Patient liegt in Rückenlage und blickt von der Einstichseite weg und leicht nach oben. Die Einstichstelle liegt an der Stelle des [[Orbitarand]]es, die am weitesten inferior-lateral gelegen ist. Nach setzen einer [[Quaddel]] wird eine 35 mm Kanüle tangential zum [[Bulbus]] in Richtung der Spitze der Orbitapyramide geschoben. Nach Aspiration werden - abhängig vom abhängig vom Orbitavolumen und der entstehenden [[Proptosis]] - wenige ml [[Lokalanästhetikum]] (z.B. [[Mepivacain]] oder [[Bupivacain]]) langsam über 2-4 Minuten in den Retrobulbärraum injiziert. Bei längeren Eingriffen kann auch ein flexibler [[Katheter]] in den Retrobulbärraum eingebracht werden, der eine kontinuierliche [[Instillation]] des Lokalanästhetikums ermöglicht.
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==Komplikationen==
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* [[Retrobulbäre Hämorrhagie]] (Zunehmende Proptosis nach Injektion)
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* [[Bulbusverletzung]]
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* Ungewollte [[intraokuläre Injektion]]
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* Intravenöse Injektion des Lokalanästhetikums
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* Penetration des [[Nervus opticus]]
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* Reflektorischer Verschluss der [[Arteria centralis retinae]]
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* [[Subdural]]e Injektion

Version vom 16. August 2004, 22:55 Uhr

Synonym: Retrobulbäre Anästhesie
Englisch: retrobulbar anaesthesia

1 Definition

Die Retrobulbäranästhesie ist ein regionales Anästhesieverfahren, das in der Ophthalmologie bei chirurgischen Eingriffen am Auge eingesetzt wird.

2 Technik

Der Patient liegt in Rückenlage und blickt von der Einstichseite weg und leicht nach oben. Die Einstichstelle liegt an der Stelle des Orbitarandes, die am weitesten inferior-lateral gelegen ist. Nach setzen einer Quaddel wird eine 35 mm Kanüle tangential zum Bulbus in Richtung der Spitze der Orbitapyramide geschoben. Nach Aspiration werden - abhängig vom abhängig vom Orbitavolumen und der entstehenden Proptosis - wenige ml Lokalanästhetikum (z.B. Mepivacain oder Bupivacain) langsam über 2-4 Minuten in den Retrobulbärraum injiziert. Bei längeren Eingriffen kann auch ein flexibler Katheter in den Retrobulbärraum eingebracht werden, der eine kontinuierliche Instillation des Lokalanästhetikums ermöglicht.

3 Komplikationen

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Fachgebiete: Augenheilkunde

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