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Retikulozyt

Version vom 29. Oktober 2006, 12:41 Uhr von 80.135.80.196 (Diskussion)

Synonym: Proerythrozyt, Erythrocytus reticularis, ER
Englisch: reticulocyte

1 Definition

Ein Retikulozyt ist ein aus einem Normoblasten hervorgehender junger ("unreifer") Erythrozyt.

2 Histologie

Retikulozyten sind wie Erythrozyten kernlos, enthalten aber noch Reste von Zellorganellen und RNS, die man als "Substantia reticulogranulofilamentosa" bezeichnet. Sie läßt sich mit bestimmten Farbstoffen (Brilliantkresylblau, Nilblau) im Zytoplasma anfärben und stellt sich dann unter dem Lichtmikroskop als feines, granuliertes Netz dar. Im weiteren Übergang der Zelle zum reifen Ertyhrozyten werden die Reste durch Autophagie und Exozytose entsorgt.

3 Referenzbereich

Der Anteil der Retikulozyten im peripheren Blut liegt bei etwa 0,5 -1,5% (entsprechend 30.000–80.000 Zellen/µl Blut).

4 Klinik

Das vermehrte Auftreten von Retikulozyten im Blut bezeichnet man als Retikulozytose. Sie ist das Zeichen einer gesteigerten Neusynthese von Erythrozyten (z.B. nach Blutverlusten). Bei der Differentialdiagnose von Anämien ist der Anteil der Retikulozyten bzw. das Retikulozytenhämoglobin ein wichtiges diagnostisches Kriterium.

Diese Seite wurde zuletzt am 4. November 2019 um 14:46 Uhr bearbeitet.

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