Retikulierter Thrombozyt

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Englisch: reticulated platelet fraction, RPF, immature platelet fraction, IPF

1 Definition

Retikulierte Thrombozyten sind junge, unreife Thrombozyten, die noch RNA enthalten. Sie lassen sich mit modernen Hämatologiegeräten separat darstellen. Die Labortechnik und die diagnostische Aussage für die Thrombozytopoese sind vergleichbar mit der Bestimmung der Retikulozytenzahl bzw. mit der Erythropoese.

2 Messprinzip

Die Thrombozyten werden mit einem RNA-Farbstoff gefärbt und mittels Fluoreszenz-Durchflusszytometrie analysiert und gezählt. Die Angabe erfolgt üblicherweise als Anteil (engl.: fraction) der retikulierten Thrombozyten an der gesamten Thrombozytenzahl, d.h. in Prozent.

3 Probenmaterial

EDTA-Blut

4 Normbereich

ca. 1-5%

5 Aussagekraft

Der Anteil retikulierter Thrombozyten kann in der Differentialdiagnostik der Thrombozytopenie verwendet werden, um die verminderte Bildung von Thrombozyten von einem erhöhtem Verbrauch zu unterscheiden. Ähnliche Informationen lassen sich auch aus dem mittleren Thrombozytenvolumen gewinnen.

Ein erhöhter Anteil retikulierter Thrombozyten kann im weiteren Sinne als Aktivierungsmarker des Gerinnungssystems interpretiert werden.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Retikulierter_Thrombozyt&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Retikulierter_Thrombozyt

Diese Seite wurde zuletzt am 13. Juni 2017 um 16:13 Uhr bearbeitet.

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