Restharnsonographie

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Englisch: postvoid residual ultrasound

1 Definition

Die Restharnsonographie ist eine urologische Untersuchungsmethode zur Feststellung von Blasenentleerungsstörungen.

2 Durchführung

Die Restharnsonographie wird nach einer vom Patienten als vollständig empfundenen Blasenentleerung durchgeführt. Für die Untersuchung stehen Standgeräte und portable Scanner zur Verfügung. Die Messung erfolgt in der Regel transabdominal oder alternativ bei Frauen transvaginal. Mit dem Schallkopf werden Länge, Breite und Tiefe der Harnblase im Sagittal- und Horizontalschnitt in Zentimeter (cm) vermessen. Für die Berechnung verwendet man die Formel

  • VRestharn = Länge × Breite × Höhe × Korrekturfaktor

Für den Korrekturfaktor werden in der Literatur Werte von 0,5–0,7 empfohlen. Die Volumenangabe erfolgt in der Regel automatisch durch computergestützte Berechnung im Gerät. Je nach Form der Harnblase sind dabei erhebliche Ungenauigkeiten möglich.

3 Bewertung

Normalerweise wird die Harnblase vollständig entleert, es besteht also kein Restharn. Sicher pathologisch beim Erwachsenen ist ein Wert über 100 ml. Eine Restharnmenge unter 50 ml gilt als akzeptabel. Bei Kindern ist ein Restharn von mehr als 10 % der Blasenkapazität pathologisch.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Restharnsonographie&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Restharnsonographie

Fachgebiete: Urologie

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