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Resistenzgen

Version vom 28. Mai 2015, 16:03 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Ein Resistenzgen ist ein Gen, das den Stoffwechsel bzw. Struktur von Zellen so modifiziert, dass sie unempfindlich gegenüber bestimmten biologischen oder chemischen Einflussfaktoren (z.B. Antibiotika) werden, die sie normalerweise schädigen würden.

2 Hintergrund

Resistenzgene sind bei Bakterien die Grundlage der Antibiotikaresistenz. Sie sind auf bestimmten Plasmiden, den Resistenzplasmiden, lokalisiert und können unter Bakterien weitergegeben werden. Bestimmte Erreger (z.B. MRSA) können eine Vielzahl verschiedener Resistenzgene besitzen. Antibiotika-Resistenzgene werden auch als selektive Marker für den Nachweis von Vektoren verwendet.

Auch vielzellige Organismen weisen Resistenzgene auf. Pflanzen besitzen beispielsweise natürliche Resistenzgene gegen bestimmte Pflanzenpathogene. Sie werden aber auch durch gentechnische Verfahren künstlich in die pflanzliche DNA eingebracht, um gezielt Resistenzen gegen bestimmte Schädlinge oder Herbizide zu erzeugen.

Beim Menschen sind viele Resistenzgene das Ergebnis von Mutationen. Die Mutationen, die zur Sichelzellanämie und Thalassämie führen erhöhen gleichzeitig die Resistenz gegen Malaria-Infektionen.

3 Beispiele

Beispiele für bakterielle Resistenzgene sind:

Diese Seite wurde zuletzt am 22. April 2018 um 08:06 Uhr bearbeitet.

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