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Resistenzgen: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Ein '''Resistenzgen''' ist ein [[Gen]], das den Stoffwechsel bzw. Struktur von Zellen so modifiziert, dass sie unempfindlich gegenüber bestimmten biologischen oder chemischen Einflussfaktoren (z.B. [[Antibiotika]]) werden, die sie normalerweise schädigen würden.  
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Ein '''Resistenzgen''' kodiert für ein Protein, das den Stoffwechsel bzw. Struktur von Zellen so modifiziert, dass sie unempfindlich gegenüber bestimmten schädlichen [[biologisch]]en oder [[chemisch]]en Einflussfaktoren (z.B. [[Antibiotika]]) werden.
  
 
==Hintergrund==
 
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Resistenzgene sind bei [[Bakterien]] die Grundlage der [[Antibiotikaresistenz]]. Sie sind auf bestimmten [[Plasmid]]en, den [[Resistenzplasmid]]en, lokalisiert und können unter Bakterien weitergegeben werden. Bestimmte Erreger (z.B. [[MRSA]]) können eine Vielzahl verschiedener Resistenzgene besitzen. Antibiotika-Resistenzgene werden auch als selektive Marker für den Nachweis von [[Vektor]]en verwendet. Die Gesamtheit aller Antibiotika-Resistenzgene (ARG) innerhalb eines [[Mikrobiom]]s wird als [[Resistom]] bezeichnet.  
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Resistenzgene sind bei [[Bakterien]] die Grundlage der [[Antibiotikaresistenz]]. Sie sind für gewöhnlich auf [[Resistenzplasmid]]en lokalisiert und können durch [[Horizontaler Gentransfer|horizontalen Gentransfer]] zwischen Bakterien weitergegeben werden. Bestimmte Erreger (z.B. [[MRSA]]) können eine Vielzahl verschiedener Resistenzgene besitzen. Antibiotika-Resistenzgene werden in der [[Mikrobiologie]] und [[Genetik]] als selektive [[Marker (Genetik)|Marker]] für den Nachweis von [[Vektor]]en verwendet. Die Gesamtheit aller Antibiotika-Resistenzgene (ARG) innerhalb eines [[Mikrobiom]]s wird als [[Resistom]] bezeichnet.  
  
 
Auch vielzellige Organismen weisen Resistenzgene auf. Pflanzen besitzen beispielsweise natürliche Resistenzgene gegen bestimmte Pflanzenpathogene. Sie werden aber auch durch gentechnische Verfahren künstlich in die pflanzliche DNA eingebracht, um gezielt Resistenzen gegen bestimmte Schädlinge oder [[Herbizid]]e zu erzeugen.  
 
Auch vielzellige Organismen weisen Resistenzgene auf. Pflanzen besitzen beispielsweise natürliche Resistenzgene gegen bestimmte Pflanzenpathogene. Sie werden aber auch durch gentechnische Verfahren künstlich in die pflanzliche DNA eingebracht, um gezielt Resistenzen gegen bestimmte Schädlinge oder [[Herbizid]]e zu erzeugen.  
  
Beim Menschen sind viele Resistenzgene das Ergebnis von [[Mutation]]en. Die Mutationen, die zur [[Sichelzellanämie]] und [[Thalassämie]] führen erhöhen gleichzeitig die Resistenz gegen [[Malaria]]-Infektionen.
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Beim Menschen sind viele Resistenzgene das Ergebnis von [[Mutation]]en. Die Mutationen, die zur [[Sichelzellanämie]] und [[Thalassämie]] führen, erhöhen gleichzeitig die Resistenz gegen [[Malaria]]-Infektionen.
  
 
==Beispiele==
 
==Beispiele==
Beispiele für bakterielle Resistenzgene sind:
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* cam<sup>R</sup>: Vermittelt Resistenz gegen [[Chloramphenicol]]
* cam<sup>R</sup>: Resistenzgen gegen [[Chloramphenicol]]
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* tet<sup>R</sup>: Vermittelt Resistenz gegen [[Tetrazyklin]]
* tet<sup>R</sup>: Resistenzgen gegen [[Tetrazyklin]]
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* amp<sup>R</sup>: Resistenzgen gegen [[Ampicillin]]
 
* amp<sup>R</sup>: Resistenzgen gegen [[Ampicillin]]
* VAN: Gen für die Resistenz von [[Enterokokken]] gegen [[Glykopeptid-Antibiotikum|Glykopeptid-Antibiotika]]
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* VAN: Gen für die Resistenz von [[Enterokokken]] gegenüber [[Glykopeptid-Antibiotikum|Glykopeptid-Antibiotika]]
 
* Mec: Gen für die [[MRSA|Methicillin-Resistenz]] von [[Staphylococcus aureus]]
 
* Mec: Gen für die [[MRSA|Methicillin-Resistenz]] von [[Staphylococcus aureus]]
 
[[Fachgebiet:Genetik]]
 
[[Fachgebiet:Genetik]]

Aktuelle Version vom 22. April 2018, 08:06 Uhr

1 Definition

Ein Resistenzgen kodiert für ein Protein, das den Stoffwechsel bzw. Struktur von Zellen so modifiziert, dass sie unempfindlich gegenüber bestimmten schädlichen biologischen oder chemischen Einflussfaktoren (z.B. Antibiotika) werden.

2 Hintergrund

Resistenzgene sind bei Bakterien die Grundlage der Antibiotikaresistenz. Sie sind für gewöhnlich auf Resistenzplasmiden lokalisiert und können durch horizontalen Gentransfer zwischen Bakterien weitergegeben werden. Bestimmte Erreger (z.B. MRSA) können eine Vielzahl verschiedener Resistenzgene besitzen. Antibiotika-Resistenzgene werden in der Mikrobiologie und Genetik als selektive Marker für den Nachweis von Vektoren verwendet. Die Gesamtheit aller Antibiotika-Resistenzgene (ARG) innerhalb eines Mikrobioms wird als Resistom bezeichnet.

Auch vielzellige Organismen weisen Resistenzgene auf. Pflanzen besitzen beispielsweise natürliche Resistenzgene gegen bestimmte Pflanzenpathogene. Sie werden aber auch durch gentechnische Verfahren künstlich in die pflanzliche DNA eingebracht, um gezielt Resistenzen gegen bestimmte Schädlinge oder Herbizide zu erzeugen.

Beim Menschen sind viele Resistenzgene das Ergebnis von Mutationen. Die Mutationen, die zur Sichelzellanämie und Thalassämie führen, erhöhen gleichzeitig die Resistenz gegen Malaria-Infektionen.

3 Beispiele

Diese Seite wurde zuletzt am 22. April 2018 um 08:06 Uhr bearbeitet.

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